Pressemeldungen

Das Foto zeigt CA PD Dr. Klaus Schmidt

Schulterbeschwerden?

(02.12.2015) „Viele Schulterprobleme entstehen, wenn das untrainierte Gelenk überbelastet wird, sei es beim Sport, sei es im Rahmen eines Umzugs oder einer anderen ungewohnten Tätigkeit“, sagt Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt vom Katholischen Krankenhaus Dortmund-West. „Wenn die konservative Behandlung mit Krankengymnastik und Spritzen nicht zu Beschwerdefreiheit führt, kann den Patienten oft mit einem kleinen endoskopischen Eingriff geholfen werden.“

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Gelenke bestehen in der Regel aus einer Pfanne, in der eine drehbare Kugel gelagert ist. Beim Schultergelenk ist diese Anordnung aufgrund der großen Anforderungen an die Beweglichkeit ziemlich kompliziert. Die Pfanne sitzt am Ende des Schlüsselbeins, die Gelenkkugel am Oberarmkopf. Für die genaue Ausrichtung von Kopf und Pfanne wird eine Haltemuskulatur benötigt, die das Ausrenken verhindert. Schulterschmerzen entstehen oftmals in der Gleitschicht zwischen der Pfanne und der darunterliegenden Muskelmanschette, die den Oberarmkopf umfasst.

„Hier kommt es gerne zu Reizzuständen, in deren Verlauf sich der Schleimbeutel entzünden oder ein Muskel verklemmen, einreißen oder anschwellen kann“, erklärt der Chef der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Über kleine Schnitte können wir in solchen Fällen entzündetes Gewebe endoskopisch entfernen, den Muskel nähen oder ihm mehr Platz im Gelenkzwischenraum verschaffen. Diese Verfahren versprechen den Patienten nach oft wochenlanger Plage schnelle Linderung.“

In der Kirchlinder Klinik werden darüber hinaus Verschleißerkrankungen und unfallbedingte Verletzungen der Schulter behandelt. Das Spektrum der Methoden reicht von winkelstabilen Platten zur Versorgung von Brüchen über Oberflächenersatz bis zu Vollprothesen. Für ältere Patienten kann ein Gelenkumbau zu einem sogenannten inversen Schultergelenk angeboten werden. Dabei werden die Positionen von Pfanne und Gelenkkugel vertauscht, mit dem Vorteil, dass das Gelenk unabhängig von der Haltemuskulatur und schnell wieder gängig und belastbar wird.

„Für Schulterbehandlungen müssen ansonsten gesunde Patienten keinen langen Krankenhausaufenthalt einplanen“, versichert Dr. Schmidt. „Abgesehen von bestimmten Einschränkungen im Einzelfall können schon nach wenigen Tagen leichte Tätigkeiten wieder aufgenommen werden. Sehr wichtig für die Wiedererlangung der vollen Funktionsweise ist eine gute Nachbehandlung.“

Die Bilder zeigen CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Hinrich Böhner.
Die Bilder zeigen CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Hinrich Böhner.

Darmdivertikel

(12.11.2015) „Divertikel sind Ausstülpungen der Dickdarmwand, die sich entzünden oder bluten und schmerzhafte Beschwerden hervorrufen können“, erläutert der Gastroenterologe Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Katholischen Krankenhaus Dortmund-West. „Weil nach Abklingen eines Erkrankungsschubs jederzeit erneut Beschwerden oder Komplikationen auftreten können, muss individuell erwogen werden, ob dem Patienten eine Operation zu empfehlen ist.“

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„Die Erkrankung ist in Deutschland relativ weit verbreitet“, ergänzt der Viszeralchirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner. „Von den rund 150 operativen Dickdarm-Eingriffen am Kath. Krankenhaus Dortmund-West fallen die Hälfte auf Divertikelbehandlungen. Mit zunehmendem Alter sind immer mehr Menschen betroffen, aber nicht jeder entwickelt Symptome. Unter den 80-Jährigen hat rund die Hälfte Divertikel, aber auch mehr als zehn Prozent der unter 50-Jährigen sind betroffen. Mein jüngster Patient war erst 28 Jahre alt.“

Divertikel entstehen an den „Schwachstellen“, wo Blutgefäße von außen in die Darmwand eintreten. „Wenn Stuhl mit sehr fester Konsistenz durch den Darm getrieben wird“, so die Erklärung von Dr. Kötter, „kann an diesen Stellen Schleimhaut und Bindegewebe nach außen gedrückt werden. Es entwickeln sich Ausstülpungen, die sogenannten Divertikel.“ Je nach Größe und Druckverhältnissen bilden sich in deren Wand Mikrorisse, durch die Bakterien in den Körper eindringen. Die Folge sind Blutungen oder Entzündungen. In komplizierten Fällen wachsen Verbindungen zu umliegenden Geweben und Organen. So kann zum Beispiel ein Durchbruch in die Blase entstehen. Gefährlich wird es, wenn sich das Bauchfell entzündet.

„Bei der Operation wird der betroffene Darmabschnitt über eine Bauchspiegelung entfernt", sagt Dr. Böhner. „Internisten und Chirurgen beraten gemeinsam mit dem Patienten über seine persönliche Risikosituation und geben einen entsprechenden Rat. Ob operiert wird, hängt natürlich auch stark von der Einstellung des Patienten ab. Manch einer ist bereit, weitere Beschwerdeschübe in Kauf zu nehmen. Eine Operation kann die Lebensqualität und die Sicherheit vor erneuten Beschwerden deutlich verbessern.“

Das Foto zeigt Chefarzt Dr. Bernhard van Boxem (re.) und Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein (li.).

Zehn Jahre Entwicklung der Schmerztherapie am St. Rochus-Hospital

(04.11.2015) Im Rahmen einer lokalen Fachtagung berichtete Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein über die Entwicklung und den Ausbau der Schmerztherapie am St. Rochus-Hospital Castrop-Rauxel, mit deren Durchführung er vor zehn Jahren betraut wurde. Er übernahm damals eine ambulante Therapieeinrichtung, die wohl mit zu den ersten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland zählte, aber aufgrund der geltenden Rahmenbedingungen einen überschaubaren Umfang hatte. Seit 2005 gelang es, diesen Umfang stetig auszubauen und auch den stationären Bereich mit einzubeziehen.

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„Es zeigte sich sehr bald, dass in unserem Einzugsgebiet ein hoher Bedarf an schmerztherapeutischer Betreuung vorhanden war, der den Rahmen der zugestandenen Fallzahlen deutlich überstieg. Vor diesem Hintergrund konnte die Zahl der Therapien über die Jahre hinweg deutlich gesteigert werden“, erklärte der Schmerztherapeut im Rahmen einer kleinen Feierstunde anlässlich seines zehnjährigen schmerztherapeutischen Jubiläums am St. Rochus-Hospital.


In den letzten Jahren ist die Schmerztherapie dank der konsequenten Unterstützung von Chefarzt Dr. Bernhard van Boxem kontinuierlich ausgebaut worden. Heute gibt es eine offene interdisziplinäre Schmerzkonferenz, die regen Zuspruch bei den niedergelassenen Ärzten findet. Auf dem Gebiet der Kopfschmerzerkrankungen entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit mit der Kopfschmerzambulanz der Klinik für Neurologie am Knappschaftskrankenhaus Bergmannsheil in Bochum.


Seit Anfang des Jahres bietet das St. Rochus-Hospital eine stationäre multimodale Behandlung an. Sie wendet sich an Patienten, die seit Jahren unter chronischen Schmerzen leiden und im ambulanten Bereich keine erfolgreiche Therapie finden können. Dazu schuf die Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin des LWL-Universitätsklinikums Bochum eine wichtige Voraussetzung. In zwei Vorträgen von Prof. Dr. med. G. Juckel, Direktor der o. g. Klinik, und von Frau Mag. Meschke-Barth, schmerztherapeutische Psychotherapeutin dieser Einrichtung, wurden die Zusammenhänge zwischen Schmerzerkrankung, Psyche und den sich daraus ergebenden Therapieansätzen dargestellt.


"Wir führen ein komprimiertes, aktivierendes Programm durch, bei dem wir uns am subjektiven Schmerzempfinden des Patienten orientieren" erläutert Dr. Schaffstein. "Auch Menschen ohne organischen oder anatomischen Befund haben ein Recht in ihrem Leidensdruck ernstgenommen zu werden und Hilfe zu erhalten."

Das Foto zeigt OA Dr. Marco Sträter

Ballen- und Krallenzehe

(02.11.2015) Füße sind Kunstwerke der Natur. Mehr als zwei Dutzend Knochen und Gelenke mit spezialisierten Muskeln und Sehnen geben ihnen die nötige Stabilität und Beweglichkeit, mit der sie die ganze Last des Körpergewichtes abfangen. „Schwachstellen dieser komplizierten Architektur, die im Laufe des Lebens schmerzhafte Deformationen herbeiführen, können mit guten Erfolgsaussichten operativ korrigiert werden“, erklärt der Leitende Oberarzt Dr. Marco Sträter vom St. Rochus-Hospital.

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Es gibt erstaunlich viele Menschen, die mit verkrümmten Zehen und Schmerzen im Mittelfußbereich leben und aufgrund der Beschwerden Einschränkungen beim Gehen hinnehmen. Das muss nicht sein. Die moderne Fußchirurgie bietet heute Verfahren, Fehlstellungen ohne allzu großen Aufwand so zu korrigieren, dass der Fuß wieder problemlos funktioniert und kosmetisch einwandfrei vorgezeigt werden kann.

Wichtig ist dafür eine angemessene Diagnostik, die die Fehlfunktionen unter Belastung detailliert untersucht. Nur so können die Ursachen im komplizierten Aufbau des Fußes exakt bestimmt werden. Anhand dieser Informationen kann ein Facharzt wie Dr. Sträter mit seinen speziell erworbenen Kenntnissen und seinen Erfahrungen zielgerichtet bestimmte Knochen richten und stabilisieren. „Es kommt sehr darauf an, die Schwachstellen richtig zu erkennen und geeignet zu behandeln“, sagt der zertifizierte Fußchirurg. „Dann sind die langfristigen Erfolgsaussichten sehr gut.“

Fußdeformationen sind chronische Erkrankungen. Das bedeutet, sie werden schlimmer, wenn sie nicht behandelt werden. Betroffene sollten sich möglichst früh mit ihren Beschwerden einem Arzt anvertrauen. „Die Fußchirurgie hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte gemacht“, so Dr. Sträter. „Die Patienten sind im Allgemeinen mit den Ergebnissen der Operation sehr zufrieden. Die Beschwerdesymptome verbessern sich erheblich und der Fuß sieht wieder ganz normal aus.“

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

6. Lukas-Gefäßtag

Einladung zur Vortragsveranstaltung mit Mitmachprogramm am 31.10.2015 von 11:00 bis 14:00 Uhr im Katholischen Krankenhaus Dortmund-West

(26.10.2015) Wie erkennt man einen Schlaganfall? Kann man ihn vermeiden? Welche Untersuchungen dienen der Vorsorge und welche Möglichkeiten bestehen, wenn ein Risikoverdacht vorliegt? All diese Themen sind Gegenstand der Vorträge und Mitmach-Aktionen am Lukas-Gefäßtag im Kirchlinder Krankenhaus. Von 11:00 bis 14:00 Uhr informieren die Ärzte vor Ort.

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„Im Fokus stehen diesmal die Halsschlagadern“, sagt der Chirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner. „denn für die Vermeidung eines Schlaganfalls ist die frühzeitige Entdeckung von Engstellen und gegebenenfalls deren Sanierung unabdingbar. Selbst wenn der Patient keine Beschwerden hat, lohnt sich unter Umständen eine vorbeugende Operation.“

Am Gefäßtag wartet ein abwechslungsreiches Programm auf die Bürger. Neben den Vorträgen gibt es Infostände und Messplätze, an denen die Durchblutung der Halsschlagadern und der Bauchaorta oder der Blutzucker bestimmt werden.

Am Info-Tag werden alle an der Diagnose und Behandlung von Gefäßerkrankungen beteiligten Fachbereiche Frage und Antwort stehen. Im Einzelnen berichten der Kardiologe Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke über Risikofaktoren und internistische Diagnoseverfahren, der Leiter der Radiologie Dr. Jörg Reinartz über Katheter-Verfahren und Chefarzt Dr. Hinrich Böhner über chirurgische Möglichkeiten. Für das leibliche Wohl während der Veranstaltung wird gesorgt.

Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke
Das Foto zeigt Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke

Es muss nicht immer gleich der Katheter sein

(05.10.2015) „Bei Beschwerden wie Luftnot, Engegefühl und Brustschmerzen muss abgeklärt werden, ob eine Herzerkrankung vorliegt“, sagt Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Am Kirchlinder Krankenhaus verfügen wir über ein breites Spektrum von Verfahren, um den Ursachen von Herzbeschwerden auf den Grund zu gehen.“

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Die koronare Herzerkrankung geht auf Engstellen in den Herzkranzgefäßen zurück. Die typischen Symptome wie Luftnot, Engegefühl und Brustschmerzen zeigen sich vor allem bei Belastung. „Derartige Beschwerden müssen auf alle Fälle untersucht werden“, erklärt der Kardiologe. „Dabei kommt ein standardisiertes Stufenschema zum Einsatz, das am Risikoprofil des Patienten ausgerichtet ist.“

 

Alter und Geschlecht sind relevante Kriterien für das Risikoprofil. Männer haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, bereits in jüngeren Jahren eine koronare Herzerkrankung zu entwickeln. Mit zunehmendem Alter sind aber auch immer mehr Frauen betroffen. Die Hauptlast der Erkrankungswahrscheinlichkeit liegt in der erblichen Veranlagung. Wenn Eltern oder Geschwister bereits erkrankt sind, steigt das persönliche Risiko, ebenfalls zu erkranken. Im Unterschied zu diesen nicht beeinflussbaren Aspekten, sind Faktoren wie Rauchen, Zucker und hoher Blutdruck vor allem deshalb von Bedeutung, weil diese Risiken vermeidbar sind. Die zusätzliche Untersuchung der Halsschlagadern im Ultraschall ergibt einen weiteren Hinweis auf das Vorliegen einer Verkalkung der Gefäße.

 

„Je nach Risikoprofil können wir verschiedene Verfahren einsetzen, um eine Herzerkrankung auszuschließen“, erläutert Dr. Nitschke. Zu den angebotenen Methoden gehören die EKG-Messung beim Fahrradfahren (Belastungsergometrie), bei der auch die Atemgase erfasst werden können (Spiroergometrie). Die Stressechokardiographie ist ein Ultraschall-Verfahren zur Untersuchung der Herzdurchblutung. Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Versorgungszentrum die Kernspintomogaphie unter Belastung (Stress-MRT) und die Szintigraphie angeboten.

 

„Wenn die Befunde dieser Untersuchungen negativ sind, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass der Patient in den nächsten Jahren einen gefährlichen Herzanfall erleidet“, versichert der Chefarzt. Sehr wichtig sind diese Untersuchungen darüber hinaus im Vorfeld von Operationen, um festzustellen, ob ein Patient herzgesund ist oder ob er eine eingeschränkte Herzleistung hat. Wenn sich ein akuter Befund für Engstellen in den Herzkranzgefäßen ergibt, werden die Patienten unverzüglich in eine geeignete Weiterversorgung übergeleitet.

 

Patienten, bei denen trotz Beschwerden keine Erkrankung am Herzen festgestellt wird, können im Rahmen eines stationären Aufenthaltes gleich weiteruntersucht werden. Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, der Lunge oder der Wirbelsäule können ebenfalls Luftnot, Engegefühl oder Brustschmerzen hervorrufen.

Oberarzt Thomas Patsis
Das Foto zeigt Oberarzt Thomas Patsis

Die Grippesaison hat begonnen

(05.10.2015) Wie jedes Jahr steigt mit dem Beginn der Herbsttage das Risiko, sich mit grippeartigen Krankheiten anzustecken. Vor allem bei älteren Menschen mit schlechter Konstitution und Begleiterkrankungen kann eine akute Infektion schnell einen gravierenden Verlauf nehmen. „Am St. Rochus-Hospital sind wir bestens darauf eingestellt, auch große Patientenzahlen angemessen zu versorgen“, verspricht Oberarzt Thomas Patsis.

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Wer akut erkrankt, ist natürlich erst einmal bestens bei seinem Hausarzt aufgehoben. Wenn der Allgemeinzustand des Patienten allerdings zusehends schlechter wird und die ambulante Therapie nicht anschlägt, empfiehlt sich eine Einweisung ins Krankenhaus. Dafür gibt es klare Kriterien, die vom Alter des Patienten, bestimmten Symptomen wie Atemfrequenz, Blutdruck oder Verwirrtheit sowie von Begleiterkrankungen wie chronischen Lungenproblemen, Bluthochdruck, Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion abhängen.

 

„Im Krankenhaus setzen wir die ambulante Therapien fort, beginnen aber darüber hinaus mit einer eingehenden Diagnostik“, erklärt der Lungenspezialist. „Wir versuchen Keime zu identifizieren und erheben im Gespräch mit dem Patienten das persönliche Risikoprofil. Wenn Faktoren wie chronische Bronchitis, langjähriges Rauchen oder beispielsweise eine berufliche Tätigkeit unter Tage vorliegt, wird die Diagnostik großzügig erweitert. Abhängig von den Umständen können Röntgen- oder CT-Untersuchungen, eine Lungenfunktionsprüfung und eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) durchgeführt werden.“

 

In enger Kooperation sind die verschiedenen Abteilungen der Klinik nicht nur in der Lage, die akuten Fälle zu erkennen und zu behandeln, sondern auch die Begleitrisiken einzuschätzen und gegebenenfalls eine erweiterte Diagnostik und Therapie auf den Weg zu bringen. Nicht immer liegen grippeartigen Beschwerden Infekte zugrunde. Vor allem bei chronischen Symptomen wird manchmal eine andere Erkrankung wie eine chronische Bronchitis, eine narbige Veränderung des Lungengewebes oder in seltenen Fällen auch eine Tumorerkrankung entdeckt. Dann leiten wir eine entsprechende Behandlung ein“, erklärt der Oberarzt.

 

Die Grippe-Impfung sollte jeder wahrnehmen, der zu den bekannten Risikogruppen gehört. Aber auch darüber hinaus kann jeder, der sich schützen möchte, bedenkenlos und ohne Angst eine Impfung in Anspruch nehmen. „Im häuslichen und beruflichen Umfeld“, so Thomas Patsis, „schützt man sich in der kalten Jahreszeit am besten vor Infektionen durch geeignete hygienische Maßnahmen. Und das bedeutet vor allem anderen: Hände waschen und immer wieder Hände waschen!“

Hotelservice im Krankenhaus

(11.09.2015) „Viele Patienten erwarten heute zurecht nicht nur eine hochwertige gesundheitliche Versorgung, sondern darüber hinaus auch eine moderne und zeitgemäße Unterbringung und eine professionelle Betreuung“, sagt Clemens Galuschka. Der Geschäftsführer vom St.-Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde äußerte sich anlässlich der Einführung von „LUKAS deluxe“, dem speziellen Service-Konzept, das Privatpatienten ab sofort ein wohnliches Umfeld in der Qualität der gehobenen Hotelklasse anbietet.

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Die Nachfrage nach Ein- und Zweibettzimmern ist ungebrochen. Viele wollen nicht auf eine Privatsphäre verzichten, in der sie trotz stationärer Behandlung Raum für ihre persönlichen Bedürfnisse haben. Sie sind bereit, sich einen besonderen Service etwas kosten zu lassen. Auf diesen Anspruch reagiert das St.-Josefs-Hospital mit den Service-Leistungen der Marke „LUKAS deluxe“. „Wir wollen unseren deluxe-Patienten den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten“, erläutert die Leiterin von LUKAS deluxe, Beate Madaus. „Bei uns finden sie großzügige Räumlichkeiten, die zum Entspannen einladen und Ablenkung bieten.“

 

Der in einem Erweiterungsbau untergebrachte Hotelbereich verfügt über eine zweidimensionale Service- und Versorgungsstruktur, die in Dortmund einmalig ist. Der deluxe-Trakt ist auf den horizontalen Ebenen nahtlos an die bestehenden Stationen der Regelversorgung und damit an die hochwertige medizinische und pflegerische Betreuung angegliedert. Das erweiterte Service-Angebot erstreckt sich über die vertikale Achse des neuen Gebäudeteils.

 

Hier finden sich Ein- und Zweibettzimmer mit einer persönlichen Ausstattung für jeden Patienten. Bequeme Sitz- und Arbeitsbereiche, Minibar, separate Mediennutzung inklusive Blu-ray-Player und Internet sowie eigene Waschgelegenheiten mit persönlichen Ablagebereichen schaffen eine Atmosphäre, in der man sich ein wenig wie Zuhause fühlen kann. Die erforderliche Medizintechnik wird im Hintergrund bereitgehalten, ohne ins Auge zu fallen. Die Unterbringung erfolgt abseits der Untersuchungsbereiche und der alltäglichen Hektik im Krankenhaus. Sie bietet Ruhe und Erholungsmöglichkeit.

 

Im oberen Gebäudeteil ist eine klimatisierte VIP-Lounge mit zwei Dachterrassen untergebracht, die den Privatpatienten und ihren Besuchern ein gemeinsames Beisammensein in einem außergewöhnlichen Ambiente hoch über den Dächern von Dortmund ermöglicht. Mobiliar, Gestaltung, Accessoires und ein Aquarium schaffen eine wohnliche Umgebung, die vergessen lässt, dass man sich im Krankenhaus befindet. Auf einer großen Leinwand können auch Fußballspiele übertragen werden. Mahlzeiten können sowohl in der VIP-Lounge als auch auf den Zimmern eingenommen werden. Das Speise- und Getränkeangebot ist hochwertig erweitert. Nachmittags lädt ein Kuchenbüffet zur Selbstbedienung ein.

 

Den Patienten steht ein eigenständiges Service-Team mit ausgebildeten und berufserfahrenen Hotelfachkräften zur Seite. Über ein Servicetelefon können an jedem Tag im Jahr zwischen 7:00 Uhr und 20:00 Uhr alle Service- und Wunschleistungen angefordert werden, die in einem Hotel üblich sind.

 

„Bei uns wird der Patient wie ein Hotelgast behandelt“, betont die Leiterin des Service-Teams. „Unser Maßstab ist der Qualitätsstandard eines modernen Fünf-Sterne-Hotels. Wir versuchen jedem Patienten seine Wünsche zu erfüllen. Geht nicht, gibt’s nicht“ Neu eintreffende Patienten werden in der zentralen Aufnahmeabteilung in Empfang genommen und in ihr deluxe-Patientenzimmer begleitet. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erklären ihnen alles, was sie für ihren Aufenthalt in LUKAS deluxe wissen müssen.

Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein

Stationäre Schmerztherapie

(04.09.2015) Seit Anfang des Jahres bietet das St. Rochus-Hospital eine stationäre multimodale Behandlung an. Das Angebot wendet sich an Patienten, die seit Jahren unter chronischen Schmerzen leiden und im ambulanten Bereich keine erfolgreiche Therapie finden können.

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"Chronische Schmerzen, die mit den gängigen Methoden nicht in den Griff zu bekommen sind, haben nicht eine, sondern eine Vielzahl von Ursachen", weiß Schmerztherapeut Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein. "Das macht es schwierig, den Betroffenen zu helfen. Mit Pauschaltherapien kann man da nicht viel erreichen."

Im Vordergrund der etwa anderthalb wöchigen stationären Behandlung steht das Bemühen, die Schmerzsituation für die Patienten so zu verbessern, dass sie in ihrem Alltag damit zurechtkommen können. Ein eingespieltes Team von Experten analysiert das komplizierte Gemisch biologischer, psychischer und sozialer Ursachen, das letztendlich in seiner Gesamtheit für die Beschwerden verantwortlich ist. In einer Schmerzkonferenz wird gemeinsam über Maßnahmen beraten, die dem Betroffenen einen erträglichen Umgang mit seinen Schmerzen ermöglichen sollen.

"Wir bieten ein komprimiertes, aktivierendes Programm, bei dem wir uns am subjektiven Schmerzempfinden des Patienten orientieren" erläutert Dr. Schaffstein. "Auch Menschen ohne organischen oder anatomischen Befund haben ein Recht in ihrem Leidensdruck ernstgenommen zu werden und Hilfe zu erhalten."

Die begrenzte Zeit des stationären Aufenthaltes ist eine Chance für chronische Schmerzpatienten, für sich Wege zu finden, wie sie eigene Lebensqualität zurückgewinnen können. "Dabei unterstützen wir sie", verspricht Dr. Schaffstein. "Der Erfolg hängt sehr davon ab, wie die Betroffenen die angebotenen Maßnahmen annehmen und nach dem Krankenhauaufenthalt weiterführen. Letztlich bieten wir Hilfe zur Selbsthilfe. Wer die Chance nutzt, wird danach besser zurechtkommen."

Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt

Knochenumstellung verzögert Prothesenbedarf

(01.09.2015) „Neue Operationsverfahren können alten Methoden zu einer Renaissance verhelfen“, sagt Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt vom Katholischen Krankenhaus Dortmund-West. „Wenn wir heute zum Beispiel O-Beine korrigieren, um schmerzende Gelenke zu entlasten, können wir mit winkelstabilen Platten dafür sorgen, dass die Patienten schnell wieder auf die Beine kommen. Eine Prothese bleibt ihnen damit vorerst erspart.“

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In Zeiten, als Prothesen für Knie- und Hüftgelenke noch nicht so zuverlässig eingebaut werden konnten wie heute, waren Knochenumstellungen eine gute Methode, um den Patienten wiederholte Operationen wegen gelockerter Prothesen zu ersparen. Der Nachteil dieser Vorgehensweise bestand darin, dass die Genesung bis zur vollen Belastbarkeit sehr viel Zeit und Geduld in Anspruch nahm. Deshalb hat dieses Verfahren im Zuge der Optimierung der Haltbarkeit von Endoprothesen immer mehr an Bedeutung verloren.

„Heute stehen wir in der Situation, dass die Menschen immer älter werden“, erklärt Dr. Schmidt. „Das führt dazu, dass selbst 20 Jahre Haltbarkeit in vielen Fällen nicht mehr für einen lebenslangen Gelenkersatz ausreichen. Die Orthopäden würden deshalb vor allem Patienten unter 60 Jahren gerne wieder die operative Korrektur von Fehlstellungen anbieten, um die Prothesenversorgung hinauszuzögern oder vielleicht sogar ganz zu vermeiden. Wir können heute Knochenumstellungen mit Hilfe von winkelstabilen Platten so fixieren, dass die Patienten ihre Beine nach einer akzeptablen Genesungszeit schnell wieder voll belasten können.“

Fehlstellungen der Beine führen zu einer einseitigen Belastung der Gelenke, insbesondere des Knies, aber auch der Hüfte. Auf die Dauer leiden die Betroffenen unter Verschleißerscheinungen und damit einhergehenden Schmerzen. Wenn die Gelenkschädigungen noch nicht sehr weit fortgeschritten sind, kann die abgenutzte Seite saniert und durch eine Knochenumstellung entlastet werden. Den zu erwartenden Effekt können Betroffene übrigens bereits im Vorfeld simulieren. „Wer bei Gelenkbeschwerden das betroffene Bein mit Gehstützen nur teilbelastet und dabei schmerzfrei wird, dem kann in der Regel durch eine Umstellung geholfen werden“, versichert Dr. Schmidt.

Knochenumstellungen gehören zum Alltagsgeschäft der Orthopäden am Kirchlinder Krankenhaus. Allerdings gilt ihre Aufmerksamkeit meistens nicht den großen Beinknochen, sondern eher den Knochen des Mittelfußes. Vorfuß-Deformationen sind im Alter ein verbreitetes Leiden. Nach einer gelenk- und funktionserhaltenden Ausrichtung der Knochen können die Patienten mit speziellen Schuhen schon nach wenigen Tagen beschwerdearm laufen.