Ruhr Universität Comprehensive Cancer Center (RUCCC)

Als Mitglied des deutschlandweit größten onkologischen Zentrums bieten die Lukas Kliniken eine erstklassige und menschlich zugewandte Komplettversorgung für Krebspatienten. Für alle Tumorerkrankungen werden individuelle Therapiestrategien entwickelt, die von Experten aus allen beteiligten Fachgebieten nach international anerkannten Behandlungsleitlinien in gemeinsamen Tumorkonferenzen beraten werden.

Krebsmedizin
Spezialisierte Behandlung aus einer Hand

Die Behandlung erfolgt auf Wunsch des Patienten „aus einer Hand“. Das bedeutet, dass in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten für alle gängigen Krebsformen eine vollständige Behandlungskette von der technisch höchst anspruchsvollen Diagnostik über modernste operative Verfahren bis hin zur strahlentherapeutischen und onkologischen Versorgung vor Ort angeboten werden können.

Tumorschwerpunkte

Das RUCCC vereint Tumorschwerpunkte in Zentren und Modulen, die an verschiedenen Standorten betrieben werden. Zu den Schwerpunkten der Lukas Kliniken gehören Darm-, Brust- und Prostatazentren. Für diese Krebsformen ist eine optimale Behandlung nach den aktuellen Standards der medizinischen Fachgesellschaften garantiert. Sehr gut entwickelt sich darüber hinaus die medizinisch anspruchsvolle Behandlung von Tumoren der Bauchspeicheldrüse, die ein weiteres Modul der Schwerpunktversorgung darstellt.

Klinischen Studien

Zu den Aufgaben großer Tumorversorgungszentren gehört die Durchführung von klinischen Studien zur Verbesserung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Krebsmedizin. Die Ärzte der Lukas Kliniken beteiligen sich deshalb regelmäßig an nationalen und internationalen Kooperationsprojekten. Dadurch ist der Anschluss an die aktuellen Forschungsergebnisse der Universitätsmedizin gewährleistet.

Das onkologische Zentrum der Lukas Kliniken ist mehrfach als eines der modernsten Krebszentren in Deutschland rezertifiziert worden. Dies bestätigt, dass unsere Patienten neben der bestmöglichen medizinischen und pflegerischen Versorgung auch eine geeignete psychologische, humangenetische und soziale Betreuung erhalten, um ihre Erkrankung zu bewältigen und den Weg zurück ins Leben zu finden.

Die Wünsche der Patienten werden in das Behandlungskonzept einbezogen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, Würde und Intimität zu wahren und das Vertrauensverhältnis zu schützen.

Weitere Informationen bietet die Web-Seite des RUCCC.

Darmzentrum Ruhr

Die Lukas Kliniken sind Gründungsmitglieder des ersten von der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannten Darmzentrums. Das heißt, wir organisieren eine Rund-um-Versorgung für die Patienten.

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Empfohlen von der Deutschen Krebsgesellschaft

Im Darmzentrum Ruhr haben sich die Krankenhäuser der Katholischen St. Lukas Gesellschaft, das St.-Josefs-Hospital, das St. Rochus-Hospital und das Katholische Krankenhaus Dortmund-West sowie die Bochumer Universitätskliniken Knappschaftskrankenhaus, Bergmannsheil und St. Josef-Hospital vor mehr als zehn Jahren zusammengeschlossen, um eine optimale, strikt an Leitlinien ausgerichtete Behandlung von Darmkrebspatienten zu ermöglichen.

Interdisziplinäre Tumorkonferenzen

Das Darmzentrum Ruhr garantiert eine Behandlung nach den standardisierten Vorgaben der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, beteiligt sich an deren Weiterentwicklung und sichert damit eine Versorgung auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens. Im gemeinschaftlichen Konzept werden Kompetenzen gebündelt. Die Spezialisten der verschiedenen Einrichtungen und Fachrichtungen entscheiden bei interdisziplinären Fallbesprechungen im Rahmen eines Tumorboards gemeinsam über die jeweils bestmögliche Behandlung, die dann konsequent umgesetzt wird.

Rundum betreut

Das Spektrum der Betreuungsleistungen für Darmkrebspatienten geht weit über operative Maßnahmen hinaus. Ziel ist eine Rundum-Betreuung aller gesundheitlichen Probleme. Dazu gehören unter anderem Chemo- und Strahlentherapie, Schmerztherapie, psychoonkologische Betreuung, humangenetische Beratung, Stoma-Versorgung, Ernährungsberatung sowie Unterstützung bei der Einleitung von Reha-Maßnahmen und bei der Beschaffung von medizinischen Hilfsmitteln.

Den Patienten werden in einem umfassenden Konzept alle notwendigen Versorgungsmöglichkeiten von der Früherkennung über die Therapie bis hin zur Nachsorge angeboten. Die Verbindung von forschungs orien tierten Universitätskliniken und leistungsstarken Versorgungskrankenhäusern sichert einen schnellen und effizienten Wissenstransfer zu Gunsten der Patienten. In regelmäßigen Abständen und nach Bedarf werden Informationsveranstaltungen für Patienten angeboten.

Geprüfte Qualität

Die regelmäßige Fort- und Weiterbildung der Ärzte und Funktionträger ist fester Bestandteil der Organisationsstruktur. Fachspezifische und fächerübergreifende Qualitätszirkel sorgen durch den intensiven fachlichen Austausch der Fachkollegen für ein hohes Versorgungsniveau. Regelmäßige Patientenbefragungen sind Bestandteil unseres Qualitätsmanagements.

Konzeption und Umsetzung des Darmzentrums Ruhr ist von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. in Frankfurt am Main einer Prüfung unterzogen worden. Anlässlich des Deutschen Krebskongresses 2006 in Berlin ist das Darmzentrum als bundesweit erste Einrichtung ihrer Art zertifiziert und gilt damit als „Darmzentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.“. Seither werden die Kliniken in regelmäßigen Abständen rezertifiziert. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Darmzentrums Ruhr.

Darmkrebs - was nun?

Unter Darmkrebs versteht man in der Regel Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des Mastdarms (Rektumkarzinom), die in den meisten Fällen aus gutartigen Wucherungen in der Darmschleimhaut, sogenannten Polypen oder Adenomen, hervorgehen. Jährlich erkranken in Deutschland rund 67.000 Menschen neu an Darmkrebs, rund 30.000 sterben jedes Jahr daran. In der Liste der Häufigkeit von Tumorarten und in der Statistik der Krebstodesursachen steht der Darmkrebs damit auf Platz zwei. Mit 69 Jahren bei Männern und 75 Jahren bei Frauen liegt das Durchschnittsalter der Betroffenen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin deutlich über dem mittleren Erkrankungsalter der meisten anderen Tumorformen.

Risiken und Chancen

Nur etwa zehn Prozent aller Darmkrebserkrankungen sind erblich bedingt, die meisten entstehen "spontan" und entwickeln sich oft unbemerkt über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren. Die Heilungschancen hängen sehr davon ab, dass die Erkrankung frühzeitig erkannt wird. Erste Warnzeichen wie Blut im rot oder schwarz gefärbten Stuhl sind deshalb ernst zu nehmen. Die gesetzlichen Möglichkeiten zur Früherkennungsuntersuchung dienen dazu, Leben zu retten.

Im Rahmen des Darmzentrums Ruhr bieten die Lukas Kliniken und ihre kooperierenden Praxen eine geschlossene Versorgungskette, in der betroffene Patienten von der Früherkennung bis zur Nachsorge in allen relevanten Belangen betreut werden können. Jeder Krankheitsfall wird fachübergreifend von den Therapie-Spezialisten besprochen und in einer gemeinsamen Strategie mit dem Ziel der Heilung bzw. der Erhaltung und der Verbesserung der Lebensqualität nach den besten heute zur Verfügung stehenden Kenntnissen behandelt.

Vorbeugung und Früherkennung

Vorbeugung und Früherkennung ist die Domäne des niedergelassenen Magen-Darm-Arztes (Gastroenterologen). Ab dem 50. Lebensjahr gehört das Austasten des Enddarms und der Test auf Blut im Stuhl zu den Vorsorge-Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Ab dem 56. Lebensjahr erweitert sich das Vorsorge-Programm um eine Darmspiegelung (Koloskopie) zur Krebsfrüherkennung, auf die jeder Versicherte alle zehn Jahre einen Anspruch hat.

Darmpolypen, potentielle Darmkrebsvorstufen, werden direkt während der Untersuchung entfernt. Bei problematischen Fällen stehen die Kliniken für Innere Medizin bereit. Bei Verdacht auf Krebs wird eine Gewebeprobe entnommen, die im Pathologischen Institut der BG Kliniken Bergmannsheil Bochum, Standort Dortmund-Hörde, untersucht werden. Bei bösartigem Befund erfolgt die Weiterleitung in die stationäre Behandlung.

Diagnostik und Therapie

Wenn ein Patient einen diagnostizierten Darmkrebs im Darmzentrum Ruhr behandeln lassen möchte, kann er in der Zentralen Aufnahme und Diagnostik-Abteilung einen Termin für die Voruntersuchungen und die Besprechung der anstehenden Behandlung vereinbaren.

Bei Patienten mit einem Krebsbefund im oberen Darmbereich (Kolonkarzinom) steht die Operation zur totalen Entfernung des Tumors ohne weitere Voruntersuchungen an. Patienten mit einem Tumor im hinteren Darmteil (Rektumkarzinom) kommen in die Darmsprechstunde. Zur Vorbereitung der Operation untersucht ein Chirurg den Mastdarm mit dem Rektoskop. Je nach Fall ist darüber hinaus eine endo-sonographische Untersuchung erforderlich und gegebenenfalls eine CT-Untersuchung, die in der dem Krankenhaus angebundenen Radiologischen Praxis von Prof. Dr. med. Uhlenbrock durchgeführt wird. Alle notwendigen Untersuchungen sowie die erforderlichen Aufklärungsgespräche mit dem Narkosearzt und den operierenden Chirurgen finden vor der stationären Aufnahme statt. Dadurch verkürzen sich die Verweilzeiten im Krankenhaus erheblich.

Die interdisziplinäre Tumorkonferenz

Jeder Krankheitsfall wird in der wöchentlichen Tumor-Konferenz interdisziplinär besprochen. Dort werden alle Befunde zusammengetragen und von den im Darmzentrum zusammenarbeitenden Ärzte zur Grundlage einer gemeinsamen, strikt an Leitlinien orientierten Therapie-Strategie gemacht, die den neuesten wissenschaftlichen Standards entspricht. Dabei geht es zum Beispiel um die Notwendigkeit einer begleitenden Radio- und/oder Chemotherapie, die bei Patienten mit Rektumkarzinom auch schon vor der Operation Sinn machen kann.

Alle Befunde, Erkenntnisse und Belange zu Krankheits- und Therapieverlauf werden nach fest vorgegebenem Schema in einer Patientenakte dokumentiert. So stehen alle Informationen jederzeit zur Verfügung und es wird ein standardisierter, hohen Qualitätsanforderungen genügender Ablauf gewährleistet.

Jeder Patient erhält einen Arztbrief, in dem alle Informationen zu seiner Erkrankung festgehalten sind. Niemand muss monatelang auf seinen Brief warten. Der Patient erkennt aus den Unterlagen sofort alle seine Termine und weiß genau, zu wem er gehen und was und wie er es tun muss.

Ein ganzheitliches Konzept

In einem Darmkrebszentrum können alle Maßnahmen angeboten werden, die zur Versorgung des Patienten erforderlich sind. Das Spektrum der Betreuungsleistungen geht weit über die operative Behandlung hinaus.

Dazu gehört eine effiziente Schmerzbehandlung, die auch in problematischen Fällen durch unsere Anästhesiologen sichergestellt wird. Dazu gehört bei Bedarf eine psycho-onkologische Betreuung, für die niedergelassene Kooperationspartner zur Verfügung stehen.

Termine für Nachbehandlungen werden noch während des stationären Aufenthaltes für den Patienten vereinbart. Auf Wunsch kümmert sich der Sozialdienst um die Organisation von Anschlussheilbehandlungen oder medizinischen Hilfsmitteln.

Für Patienten mit künstlichem Darmausgang sind Stomatherapie und entsprechende Beratungsangebote wichtig. Auf der Station kümmert sich eine Fachkrankenschwester für Stoma-Therapie um die Patienten. Das Darmzentrum strebt eine intensive Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe Deutsche ILCO e.V. an.

Hotlines der Lukas Kliniken

Die Krankenhäuser der Lukas Kliniken arbeiten nach den Standards des Darmzentrums und bieten eine zertifizierte Schwerpunktversorgung, an der jeweils mehrere Fachkliniken beteiligt sind.

St.-Josefs-Hospital: +490231 4342-4342

Kath. Krankenhaus Dortmund-West: +49 231 6798-6798

St. Rochus-Hospital: +49 2305 294-294

Selbsthilfe

Deutsche ILCO e.V.

Kontakt: Gruppe Dortmund, Martina und Frank Richter, Wilhelm-Hansmann-Haus, Dortmund, Märkische Str. 21, Raum 26, Tel.: +49 231 4880223, mrichter.ilco@t-online.de.

Therapeutische und diagnostische Optionen

Wenn der Blutwert für das Prostataspezifische Antigen (PSA) erhöht ist, kann dies ein Hinweis auf ein Prostatakarzinom sein. Es besteht Bedarf zur weiteren diagnostischen Abklärung, um gegebenenfalls möglichst frühzeitig geeignete Maßnahmen zur Therapie der häufigsten Krebserkrankung des Mannes einzuleiten. Im zertifizierten Prostatakrebszentrum am St.-Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde, einem Partner im onkologischen Verbund des Ruhr Universität Comprehensive Cancer Center (RUCCC), erfolgt die Therapie interdisziplinär nach festgelegten Standards und Behandlungspfaden.

Behandlung folgt Stufenplan

Jeder Fall wird in einer Tumorkonferenz von Urologen, Internisten, Strahlentherapeuten und Onkologen besprochen. Bei Bedarf können weitere Fachkompetenzen hinzugezogen werden. Gemeinsam beraten die Spezialisten über mögliche Therapiestrategien, die anschließend mit dem Patienten besprochen und entschieden werden. Das Vorgehen folgt einem Stufenplan. Wir besprechen mit Ihnen ausführlich die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten, um gemeinsam die für Sie bestmögliche Therapie festzulegen.

Wenn der Patient an Prostatakrebs erkrankt ist, gibt es stadienabhängige Empfehlungen. Es wird besprochen, ob eine abwartende Strategie angewendet werden kann. Wenn Sie dies nicht wünschen oder es nicht angeraten ist, dann werden die zur Verfügung stehenden therapeutischen Alternativen eingehend besprochen. Sie reichen von der Operation über die äußerliche Strahlentherapie oder die Behandlung mit hochintensivem fokussierten Ultraschall (HIFU) bis hin zur medikamentösen Therapie.

Prostata-Biopsie

Wenn trotz erhöhtem PSA-Wert in der normalen Biopsie kein Krebs gefunden wird, ist in der Regel eine weitergehende Diagnostik notwenig. Sie kann in Lokalanästhesie oder, wenn gewünscht, in Vollnarkose erfolgen. Wir bieten die so genannte Fusionsbiopsie der Prostata an. Dabei wird die hohe Auflösung der MRT-Diagnostik mit der bewährten ultraschallgeführten Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) kombiniert, indem die MRT-Daten mit den Ultraschallbildern überlagert werden. Diese Methode ist auch dann sinnvoll, wenn in bestimmten Fällen eine gezielte, fokale Therapie des Prostataherdes, durchgeführt werden soll. Das Ergebnis der Biopsie liegt nach zwei bis drei Tagen vor. Die weiteren Maßnahmen richten sich nach dem Befund.

Radikaloperation

Bei der Totaloperation (radikale Prostatektomie) werden Vorsteherdrüse, Samenblasen und meistens auch die Lymphknoten vollständig entfernt. Die operativen Verfahren unterscheiden sich vor allem im Zugangsweg. Wir operieren standardmäßig laparaskopisch in 3D-Videotechnik sowie roboterassistiert mit dem Da-Vinci-System. In seltenen Fällen wird eine offenchirurgische Prostatektomie mittels Bauchschnitt durchgeführt. Die Verfahren sind für Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom und einer Lebenserwartung von mehr als zehn Jahren gut geeignet. Sie bieten die höchste Rate an Tumorfreiheit im Langzeitverlauf. Die unmittelbaren Risiken des zwei- bis dreistündigen Eingriffs sind gering. Harninkontinenz und Potenzprobleme treten aufgrund frühzeitiger Krebserkennung und moderner Operationsverfahren seltener als früher auf.

Bestrahlung

Bei der Strahlentherapie wird die Prostata über einen Zeitraum von sieben bis neun Wochen täglich durch die Haut bestrahlt. Im Vorfeld wird anhand einer CT-Untersuchung zunächst ein Bestrahlungsplan erstellt, der dann ambulant umgesetzt wird. Die externe Strahlentherapie ist eine Alternative für Patienten z.B. bei fehlender Operationsfähigkeit. In der Regel wird gleichzeitig eine Hormontherapie durchgeführt, die im weiteren Verlauf wieder abgesetzt wird. Die früher häufigen Nebenwirkungen der Strahlentherapie auf Blase und Enddarm sind dank moderner Bestrahlungsverfahren deutlich reduziert worden.

Ultraschall-Therapie (HIFU)

Hochenergetische fokussierte Ultraschallwellen sind geeignet, befallenes Prostatagewebe unter Lokalanästhesie vom Enddarm aus zu nekrotisieren. Die Methode eignet sich für Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom, für die eine Totaloperation aus Altersgründen oder wegen anderer Begleiterkrankungen nicht in Frage kommt oder die sich aus persönlichen Gründen dagegen entscheiden. Patienten mit erneutem Prostatakarzinom nach Strahlentherapie können ebenfalls mit dieser Methode behandelt werden.

Medikamentöse Tumortherapie

Das Wachstum des Prostatakarzinoms hängt vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron ab. Wird es entzogen oder seine Wirkung blockiert, kann das Tumorwachstum gestoppt werden. Die verschiedenen medikamentösen Therapieoptionen, u .a. Hormontherapie, intensivierte Hormontherapie, Chemotherapie oder Strahlentherapie, können bei weit fortgeschrittenen oder auch metastasierenden Tumoren sowie bei älteren oder kranken Patienten als Primärtherapie zum Einsatz kommen. Desweiteren eignet sie sich bei erneutem Tumorauftreten nach einer andersartigen Vorbehandlung oder zur Unterstützung einer Strahlentherapie. Je nach Tumoraggressivität kann es jedoch, allerdings im Laufe von einigen Jahren, zu einer Hormonunempfindlichkeit kommen.

Ansprechpartner

Klinik für Urologie am St.-Josefs-Hospital

Dr. med. Oliver Moormann

Leiter des Zentrums
Chefarzt Dr. med. Oliver Moormann

Sueleyman Aksoy

Koordinator des Zentrums
Oberarzt Süleyman Aksoy

Gabriel Besong

Ansprechpartner
Oberarzt Gabriel Besong

Dr. med. Karin Strehl

Strahlentherapeutin
Dr. med. Karin Strehl

Sprechstunde

Anmeldung über das Sekretariat
Donnerstag von 10:00 bis 13:00 Uhr
Telefon: +49 231 4342-2401
prostatakarzinom@lukas-gesellschaft.de

Selbsthilfe

Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Dortmund

Kontakt: Holger Schmidt, Zickenbrink 3, 44229 Dortmund,
Tel: +49 0231 941 90 85, schmidt@prostatakrebs-shg-do.de.

Erkran­kungen der Bauch­speichel­drüse

Im Pankreaszentrum am St.-Josefs-Hospital werden gut- und bösartige Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) behandelt. Das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Behandlungszentrum ist Teil des größten Verbundes onkologischer Zentren in NRW, des Ruhr-Universität Comprehensive Cancer Center (RUCCC). Es ist das erste Zentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse in Dortmund.

Die Bauchspeicheldrüse

Die etwa 15 Zentimeter lange, gelblich gefärbte Bauchspeicheldrüse ist anatomisch in Pankreaskopf, Pankreaskörper und Pankreasschwanz gegliedert. Sie enthält über das ganze Organ verteilt spezialisierte Zelltypen, die einerseits Verdauungsenzyme für den Abbau von Kohlehydraten, Eiweißen und Fetten und andererseits die für den Zuckerstoffwechsel wichtigen Hormone Insulin und Glukagon produzieren.

Die Bauchspeicheldrüse bildet täglich etwa 1,5 bis drei Liter Verdauungssekret. Die mehr als 20 verschiedenen Verdauungsenzyme werden zunächst als inaktive Vorstufen bereitgestellt, die erst im Darm aktiviert werden. Sie werden im Bauchspeicheldrüsengang zusammengeführt und über den letzen Abschnitt des Gallengangs in den oberen Teil des Dünndarms, den sogenannten Zwölffingerdarm, abgeführt.

Die Hormone Insulin und Glukagon sind wichtige Gegenspieler bei der Regulation des Blutzuckerspiegels. Sie werden in den mehr als eine Millionen Langerhanns'schen Inseln produziert und ins Blut abgegeben. Die Langerhanns'schen Inseln sind Gruppen spezialisierter Zelltypen, die inselartig in der gesamten Bauchspeicheldrüse verteilt sind. Insulin ermöglicht die Aufnahme von Glukose in die Körperzellen. Fehlt Insulin, steigt der Blutzucker in lebensbedrohlicher Weise an. Der Patient wird zum Diabetiker. Glukagon wird dagegen bei niedrigem Blutzuckerspiegel freigesetzt, um Glukosereserven vor allem aus der Leber und dem Fettgewebe zu mobilisieren. Es verhindert also Unterzuckerungen.

Beide Funktionen der Bauchspeicheldrüse bleiben in der Regel auch dann in ausreichendem Maße erhalten, wenn Teile des Organs krankheitsbedingt entfernt werden müssen. Wenn die Behandlung ohne Komplikationen verläuft, kann der Mensch ohne wesentliche Einschränkungen mit einer verkleinerten Bauchspeicheldrüse weiterleben.

Abklärung im Krankenhaus

Akute oder schubartige Entzündungen sowie gut- oder bösartige Veränderungen des Drüsengewebes können zu vorübergehenden oder dauerhaften Schädigungen der Drüsenfunktionen, zur Freisetzung aggressiver Stoffe in den Körper und zu Behinderungen oder Verschlüssen des abführenden Gangsystems führen. Außerdem können bei schweren Verläufen benachbarte Organe wie der Dünndarm, das Lymphsystem oder die Milz betroffen sein. Krankheiten der Bauchspeicheldrüse können Schmerzen im Oberbauch verursachen und eine Gelbfärbung des Patienten hervorrufen. Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit sowie eine neu auftretende Diabetes-Erkrankung können weitere Hinweise sein.

Die erste Diagnose stellen in der Regel Hausärzte oder Internisten. Die Patienten werden dann zur genauen Abklärung der Beschwerden ins Krankenhaus eingewiesen. Die Behandlung von akuten oder chronischen Entzündungen richtet sich nach dem Befund und den Beschwerden des Patienten. Bei schweren Verläufen des Krankheitsbildes kann ein operativer Eingriff erforderlich sein. Sollte eine Tumorerkrankung vorliegen, wird in jedem einzelnen Fall im Rahmen einer Tumorkonferenz von spezialisierten Fachärzten eine optimale Behandlungsstrategie vorgeschlagen.

Operative Behandlung

Die Chirurgen schätzen anhand der vorliegenden Untersuchungsbefunde ein, ob eine operative Behandlung erforderlich und im Einzelfall möglich ist. Die endgültige Diagnose über Art und Stadium der Erkrankung kann erst im Rahmen der Operation gestellt werden. Abhängig davon wird eine kurative oder eine palliative Therapie durchgeführt.

Im Zuge der Operation werden entzündete, abgestorbene oder von Krebs befallene Teile der Bauchspeicheldrüse entfernt. Das Ziel der kurativen Krebstherapie ist Heilung. Bei Pankreastumoren ist etwa ein Fünftel der Fälle operabel. Die chirurgische Entfernung der befallenen Teile der Bauchspeicheldrüse, oft einschließlich eines Teils des Darms sowie des benachbarten Lymphgewebes ist die einzige Behandlungsmöglichkeit. Darüber hinaus werden Drainagen gelegt und der Abfluss des Verdauungssekrets in den Darm wird wieder hergestellt.

Die Operationen sind sehr anspruchsvoll und technisch schwierig. Sie sollten nur an spezialisierten Zentren von entsprechend geschulten Chirurgen durchgeführt werden. Wenn alles gut verlaufen ist und gegebenenfalls die Tumorkonferenz zustimmt, kann der Patient das Krankenhaus zehn bis zwölf Tage nach der Operation verlassen. In der Regel wird nach einer Krebsoperation eine Chemotherapie angeschlossen. Langfristig besteht ein Risiko, dass der Bauchspeicheldrüsenkrebs erneut auftritt. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen beim Onkologen Pflicht.

Auch wenn Heilung nicht möglich ist, weil sich zum Beispiel bereits Metastasen, also Tochtergeschwulste in anderen Körperorganen, gebildet haben, oder das Tumorgeschehen zu weit ausgebreitet ist, kann eine palliative Operation sinnvoll sein. Der Patient wird dadurch entlastet, der Abfluss von Galle sowie die Darmpassage werden wieder gewährleistet. Der Patient kann wieder essen und die Gelbfärbung geht zurück. Er gewinnt wieder Lebensqualität.

Diabetesrisiko gering

Wenn die Bauchspeicheldrüse zur Hälfte entfernt worden ist und der Patient vorher keinen Diabetes hatte, wird er nur in seltenen Fällen zuckerkrank werden. Ein vor der Behandlung bestehender Diabetes kann sich leicht verschlechtern. Wenn ein Patient im Rahmen seiner Bauchspeicheldrüsen-Erkrankung einen neu aufgetretenen Diabetes hatte, kann der Tumor die Ursache gewesen sein. Dann ist der Diabetes unter Umständen nach der Behandlung verschwunden. Nur in sehr seltenen Fällen, wenn die Bauchspeicheldrüse vollständig entfernt werden muss, ist der Patient hinterher Diabetiker und auf Insulin angewiesen.

Ansprechpartner

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St.-Josefs-Hospital

Prof. Dr. med. Heiner Wolters

Leiter des Zentrums
Chefarzt Prof. Dr. med. Heiner Wolters

Dr. med. Selami Usta

Koordinator des Zentrums
Oberarzt Dr. med. Selami Usta

Zertifiziertes Pankreaszentrum

St.-Josefs-Hospital
Wilhelm-Schmidt-Straße 4
44263 Dortmund
Tel.: +49 231 4342-2201
pankreaszentrum-dortmund@lukas-gesellschaft.de

Selbsthilfe

Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V.

Das Pankreaszentrum kooperiert mit dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V.; das St.-Josefs-Hospital ist Standort der Gruppe „Südwestfalen“.

Kontakt: Uwe Neumann, Wasserstr. 11, 46284 Dorsten, Tel.: +49 2362 9996828, adp-essen@freenet.de.

Therapie mit Augenmaß

Beim Einsatz von Prothesen setzen wir knochenschonende Verfahren ein und legen Wert darauf, körpereigene Weichteilstrukturen weitgehend zu erhalten. Auf diese Weise wird eine lange Haltbarkeit der Endoprothesen gesichert, die insbesondere bei oberflächenersetzenden Knie-Prothesen in der Regel mehr als 20 Jahre beträgt.

Wir führen sowohl primäre als auch Wechseloperationen durch. Das bedeutet, dass Kunstgelenkersatz auch bei höheren Schwierigkeitsgraden, bei stärkeren Deformitäten und Lockerungen von bereits vorhandenen Implantaten angeboten wird. Dabei kann durch Computerunterstützung eine höhere Genauigkeit des Einbaus erzielt werden. Wir setzen moderne, verschleißarme Prothesen ein, die lange Haltbarkeit erwarten lassen. Neuentwicklungen bei den Materialien minimieren allergische Reaktionen des Körpers.

Minimal invasive Eingriffe

Die operativen Eingriffe können heute in der Regel mit vergleichsweise kleinen Schnitten so durchgeführt werden, dass sie Muskulatur und Sehnenapparat möglichst wenig beeinträchtigen. Die natürlichen Haltefunktionen von Muskeln und Sehnen bleiben so weitgehend erhalten. Zunehmend kommen Systeme zum Einsatz, die zementfrei eingesetzt werden und trotzdem schnell belastbar sind. Eine schnelle Mobilisation und die Wiederherstellung der Alltagskompetenz sind vordringliche Ziele. Im Regelfall dürfen die Patienten ihre Beine sofort voll belasten.

Navigation am Kniegelenk

Im EndoProthetikZentrum kommen computergestützte Verfahren zum Einsatz, die den Einbau von Prothesen am Kniegelenk unterstützen. Sie informieren den Orthopäden präzise, lassen ihm aber jederzeit die Freiheit, die Ausrichtung der Prothese den besonderen Umständen im Einzelfall anzupassen. Unser Navigationssystem kann mit den herkömmlichen Ausrichtungsinstrumenten kombiniert werden, so dass weder zur Befestigung noch zur Vermessung zusätzliche Verletzungen des Knochenmaterials erforderlich sind. Die Operationszeit wird nicht wesentlich verlängert.

Maßgefertigte Spezialimplantate

Für spezielle Fälle kann auf die dreidimensionale Rekonstruktion der Gelenke am Computer zurückgegriffen werden. Auf dieser Basis können in enger Kooperation mit den entsprechenden Herstellern maßgefertigte Spezialimplantate angefertigt werden. Teilprothesen beschränken den Ersatz auf die betroffenen Knochenanteile und erlauben es, den Knochenverlust beim Protheseneinbau einzuschränken.

Immer mit Augenmaß

Damit ein Patient mit seiner Prothese zufrieden leben kann, kommt es darauf an, bei der Planung und der Durchführung seine Gesamtkonstitution sowie das Zusammenspiel des Bewegungsapparates insgesamt angemessen zu berücksichtigen. Deshalb analysieren wir im Vorfeld die individuelle Konstitution ihres Muskel-, Sehnen- und Bindegewebsapparates und richten die Therapieplanung auf Ihre Lebenssituation und Ihre Erwartungen aus.

Ansprechpartner

Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rheumaorthopädie am Kath. Krankenhaus Dortmund-West

Priv.-Doz. Dr. med. Klaus Schmidt

Leiter des Zentrums
Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Klaus Schmidt

Dr. med. Georg Gerdemann

Koordinator des Zentrums
Oberarzt Dr. med. Georg Gerdemann

EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung

Katholisches Krankenhaus Dortmund-West
Zollernstraße 40
44379 Dortmund
Tel.: +49 231 6798-2301
n.erdelmann@lukas-gesellschaft.de

Lokales Traumazentrum

Die zentrale Notaufnahme mit Schockraum am St.-Josefs-Hospital und direkt benachbarter radiologischen Diagnostik bietet optimale Voraussetzungen für die Erstversorgung von allen Unfallfolgen mit Ausnahme von schweren Schädel-Hirnverletzungen.

Im Notfall gut versorgt

Das Spektrum der operativen Eingriffe reicht von allen Brüchen und Verletzungen des Skelettsystems einschließlich Wirbelsäule über Verletzungen der inneren Organe einschließlich des Brustraums bis hin zur Versorgung innerer Blutungen. Für Wege-, Arbeits- und Schulunfälle ist eine D-Arzt-Ambulanz mit Zulassung für Schwerverletztenverfahren an die jederzeit besetzte Ambulanz angeschlossen.

Ansprechpartner

Lokales Traumazentrum am St.-Josefs-Hospital

Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Fritz

Leiter des Zentrums
Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Fritz

Lokales Traumazentrum

St.-Josefs-Hospital
Wilhelm-Schmidt-Straße 4
44263 Dortmund
Tel.: +49 231 4342-2701
unfallchirurgie.josefs@lukas-gesellschaft.de

Behandlung ist möglich

Vier bis fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Inkontinenz. Der unkontrollierte Abgang von Urin oder Stuhl schränkt ihre Lebensqualität und insbesondere ihr Sozialleben sehr stark ein. Obwohl bei Frauen, Männern und auch Kindern weit verbreitet sind die Beschwerden leider immer noch oft ein Tabuthema. Dabei kann den meisten Menschen bei ihren Problemen geholfen werden.

Die Kontrolle über Blasen- und Darmentleerung hängt sehr stark vom korrekten Zusammenspiel der Organe und Bindegewebe im Beckenraum ab. Häufig liegen komplexe Störungen vor, die den Blick über die Grenzen einzelner medizinischer Fachgebiete hinaus erfordern. Eine effektive Diagnostik und Therapie von funktionellen Erkrankungen der Harnwege und des Darms ist dementsprechend nur in interdisziplinärer Zusammenarbeit möglich.

Im Kontinenzzentrum am St.-Josefs-Hospital kümmern sich deshalb Gynäkologen, Urologen und Chirurgen gemeinsam um die Betroffenen. Alle Patienten mit interdisziplinärem Klärungsbedarf werden nach den ambulant
Kontinenzzentrum am St.-Josefs-Hospital durchgeführten, vorstationären Untersuchungen innerhalb einer Woche im Rahmen von Fallbesprechungen vorgestellt.

Hier stimmen die beteiligten Fachärzte eine gemeinsame Therapiestrategie ab, die schriftlich festgehalten und dem einweisenden Arzt zugestellt wird. Die Patienten können die vorgeschlagenen Therapiemöglichkeiten dann gemeinsam mit ihrem Hausarzt, Gynäkologen oder Urologen besprechen und erhalten, wenn sie es wünschen, einen Behandlungstermin im Krankenhaus.

Ansprechpartner

Kontinenzzentrum am St.-Josefs-Hospital

Dr. med. Oliver Moormann

Leiter des Zentrums
Chefarzt Dr. med. Oliver Moormann

Tanja Wisnewski

Koordinatorin des Zentrums
Funktionsoberärztin Tanja Wisnewski

Dr. med. Christoph Hemcke

Chefarzt Dr. med. Christoph Hemcke

Jeanette Evelyn Nunez Aldave

Jeanette Evelyn Nunez Aldave

Prof. Dr. med. Heiner Wolters

Chefarzt Prof. Dr. med. Heiner Wolters

Karin Maria Rygol

Oberärztin Karin Maria Rygol

Sprechstunde

Anmeldung über das Sekretariat
Mittwoch und Donnerstag nach Terminvereinbarung
Tel.: +49 231 4342-2401

 

Ungeklärte Unterleibsschmerzen?

Im zertifizierten Endometriosezentrum am St.-Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde kooperieren Gynäkologen mit Chirurgen, Urologen, Radiologen, Schmerztherapeuten und Diätberatern. Wir verfügen über alle diagnostischen Voraussetzungen, um zunächst die Diagnose sicherzustellen. Die Therapie folgt einem multimodalen Konzept. Hierzu gehören die operative sowie hormonelle Behandlung, Schmerztherapie, Kinderwunschbehandlung, Ernährungstherapie und psychologische Betreuung.

Oft verkannt

Endometriose ist eine gutartige, aber oft schmerzhafte Unterleibserkrankung der Frau. Schätzungen zu Folge leiden etwa sieben bis 15 Prozent der weiblichen Bevölkerung im geschlechtsreifen Alter unter den Beschwerden der Erkrankung. Die Hauptbeschwerden sind Schmerzen bei der Periode, beim Geschlechtsverkehr, beim Wasserlassen, beim Stuhlgang oder im Rücken sowie der unerfüllte Kinderwunsch.

Weil die Symptome sehr vielfältig sind, wird die Krankheit häufig gar nicht oder sehr spät erkannt. Vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnosestellung vergehen im Mittel sechs Jahre, bei Patientinnen mit unerfüllten Kinderwunsch drei Jahre, bei Schmerzpatientinnen bis zu zehn Jahre. 20 Prozent der betroffenen Frauen haben keine Beschwerden. Endometriose ist eine fortschreitende Erkrankung. Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich bei uns jeder Zeit beraten lassen.

Diagnosesicherung

Aufgrund der wenig spezifischen Symptomatik werden oft Fehldiagnosen wie z. B. Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane, psychogene Beschwerden oder Periodenbeschwerden gestellt. Im Endometriosezentrum stehen uns hochmoderne bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT) zur Verfügung. Für die endgültige Diagnosesicherung steht an erster Stelle die Bauchspiegelung mit Entnahme von Gewebeproben. Wenn Beschwerden beim Stuhlgang oder beim Wasserlassen vorliegen, kann eine Darmspiegelung, eine Ultraschalluntersuchung durch den Enddarm und/oder eine Blasenspiegelung zur weiteren Abklärung erforderlich sein.

Wir können die Bauchspiegelung auch von der Scheide aus durchführen. Über diesen Zugangsweg kann der Unterleib vollständiger untersucht werden. Wir erhalten eine bessere Bildqualität und können Endometrioseherde sofort mit Laserunterstützung behandeln. Das Verfahren ist weniger belastend und Narben am Bauch werden vermieden.

Multimodale Behandlung

Im Mittelpunkt der Behandlung steht die Verbesserung von Fruchtbarkeit und Lebensqualität. Bei der Wahl des Therapieverfahrens werden die Wünsche der Patientin soweit möglich berücksichtigt. Die vollständige Heilung der Endometriose ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der Therapie. Mit 3D-Videooptik für die Endoskopie und den Möglichkeiten sowohl der Laser- als auch der Plasma-Chirurgie haben wir alle Voraussetzungen, um schonend für nicht betroffene Gewebe zu operieren und das Risiko für Verwachsungen gering zu halten.

Für sehr tief im Gewebe sitzende und wiederkehrende Befunde steht uns das Da Vinci-Operationssystem (OP-Roboter) zur Verfügung. Dank der engen Zusammenarbeit mit den Chirurgen, Urologen und Anästhesisten sowie unserer technischen Ausstattung haben wir die Möglichkeit, eine sehr komplizierte und fortgeschrittene Endometriose zu behandeln.

Das multimodale Therapiekonzept umfasst neben der operativen und hormonellen Behandlung eine Schmerztherapie, die Kinderwunschbehandlung, eine Ernährungstherapie und eine psychologische Betreuung.

Ansprechpartner

Klinik für Frauenheilkunde am St.-Josefs-Hospital

Dr. med. Christoph Hemcke

Leiter des Zentrums
Chefarzt Dr. med. Christoph Hemcke

Jan Olek

Koordinator des Zentrums
Oberarzt Jan Olek

Zertifiziertes Endometriosezentrum

St.-Josefs-Hospital
Wilhelm-Schmidt-Straße 4
44263 Dortmund
Tel.: +49 231 4342-2301
endometriose@lukas-gesellschaft.de