Pressemeldungen

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner
Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

Regenerationskünstler Leber

(03.08.2015) Die Leber ist ein sehr großes Organ, das gut nachwächst, wenn Teile davon entfernt werden. "Das bedeutet, dass wir erkrankte Teile des ansonsten gesunden Organs entfernen können, ohne dass dauerhafte Funktionsstörungen eintreten", sagt Chefarzt Dr. Hinrich Böhner vom St. Rochus-Hospital.

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Als Chirurg behandelt er gut- und bösartige Erkrankungen der Leber mit schonenden operativen Verfahren. "Die Lebereingriffe sind ein sehr gutes Beispiel für die eingespielte Zusammenarbeit verschiedener ärztlicher Fachrichtungen am OP-Tisch", erklärt er. "Die Chirurgen werden dabei von den Internisten unterstützt, die während des Eingriffs Ultraschalluntersuchungen durchführen. So wissen wir sicher, wo sich Blutgefäße verstecken und können Blutungen vermeiden. Außerdem können wir zum Beispiel bei Lebermetastasen genau feststellen, welche Gewebeteile betroffen sind und entfernt werden müssen."


Lebermetastasen können heute erfolgreich behandelt werden. Dazu trägt die optimierte Zusammenarbeit aller beteiligten Fachrichtungen bei. Am St. Rochus-Hospital werden alle Krebsfälle in der Tumorkonferenz gemeinsam besprochen. Hier wird auch festgelegt, in welchen Fällen sich die Heilungschancen eines Patienten durch eine vor- und nachgeschaltete Chemotherapie verbessern lassen. "Gerade bei Lebermetasten können die einzelnen Geschwulste auf diese Weise vor der Operation verkleinert und anschließend besser und zuverlässiger entfernt werden", betont Dr. Böhner.


Am St. Rochus-Hospital können die verschiedenen Veränderungen der Leber mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) sehr genau untersucht werden. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um auch für komplizierte Fällen die richtige Therapie zu finden.

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner
Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

Neue Optionen beim Magenkarzinom

(03.07.2015) "Magenkrebs ist nach wie vor eine häufige Erkrankung", sagt Dr. Chefarzt Dr. Hinrich Böhner vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 9000 Männer und mehr als 6000 Frauen. Die interdisziplinäre Behandlung nach professionellen Standards der Krebstherapie eröffnet dem Chirurgen neue Therapiemöglichkeiten.

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"Wir behandeln Patienten mit Magenkrebs nach denselben Regeln, die im Rahmen unseres Darmzentrums Darmkrebspatienten zugutekommen", versichert der Chefarzt. Das bedeutet, jeder Fall wird in der Tumorkonferenz von Radiologen, Internisten, Onkologen und Chirurgen beraten. Auf dieser Basis können selbst fortgeschrittene Tumoren mit vor- und nachgeschalteter Chemotherapie operiert werden, solange sie nicht mit dem Bauchfell verwachsen sind.


"Für die meisten Patienten ist dies ein gutes Verfahren, das auch langfristig positive Resultate ermöglicht", bestätigt Dr. Böhner. Magenkrebs gehört leider zu den Krebserkrankungen, die je nach Lage oft erst Beschwerden machen, wenn der Tumor eine gewisse Größe überschreitet. Wichtig ist in enger Zusammenarbeit mit Radiologen und Internisten sicherzustellen, dass wirklich ein Krebs vorliegt und nicht etwa ein Magengeschwür.


"Ohne Operation gibt es keine Heilung", betont Dr. Böhner. Ziel ist es immer, den Krebs einschließlich der beeinträchtigten Lymphknoten vollständig zu entfernen. So weit wie möglich werden dabei Magenteile erhalten. Aber auch ohne Magen kann der Mensch gut leben, wenn er sich von drei täglichen Mahlzeiten auf viele kleine über den ganzen Tag einstellt. Auch sehr alte Menschen können von der Operation profitieren, selbst wenn ihnen die Ernährungsumstellung oft schwer fällt.

Susanne Kowalski
Susanne Kowalski

Stomatherapeutin kennt alle Sorgen

(13.07.2015) Schwere Darmerkrankungen sind heute oft gut behandelbar. In speziell gelagerten Fällen müssen die Patienten für ihr Wohlergehen jedoch therapiebedingte Einschränkungen in Kauf nehmen. Dann sorgt qualifiziertes Personal für eine Versorgung mit Hilfsmitteln, die ein weitgehend normales Leben erlauben.

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"Der künstliche Darmausgang kann heute so an die Lebensumstände angepasst werden, dass die Betroffenen damit ohne große Bedenken ins Schwimmbecken, in die Sauna oder auf Reisen gehen können", versichert die Stomatherapeutin vom St. Rochus-Hospital, Susanne Kowalski. Sie kümmert sich um die Patienten, bei denen der natürliche Darmausgang wegen einer ernsthaften Erkrankung vorrübergehend  nicht erhalten werden kann. Dafür hat sie - zusätzlich zu ihrer dreijährigen Krankenpflegeausbildung - eine zweijährige Weiterbildung zur Pflegeexpertin Stoma, Wunde, Kontinenz absolviert.

Zu ihren Aufgaben gehört es, die Patienten über den Umgang mit dem künstlichen Darmausgang zu beraten. Sie sorgt in jedem Einzelfall für geeignete Materialien und Hilfsmittel und bespricht mit dem Betroffenen, wie die Versorgung am besten angelegt werden sollte. Abgesehen von medizinischen Notwendigkeiten, wird immer versucht, eine optimale individuelle Lösung zu finden.

Das St. Rochus-Hospital gewährleistet als zertifiziertes Darmzentrum eine Rund-um-Versorgung von Patienten mit chronischen oder bösartigen Darmerkrankungen. "Dazu gehört es" so die Stomatherapeutin, die Patienten gut auf das Leben mit einem Handicap vorzubereiten." Als feste Ansprechpartnerin gelingt es ihr im engen Kontakt mit der Selbsthilfegruppe ILCO auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, so dass niemand mit seinen Sorgen und Nöten alleine dasteht.

Stomatherapeutin Carola Josek
Stomatherapeutin Carola Josek

Individuelle Beratung für einen sorgenfreien Alltag

(13.07.2015) Die examinierte Pflegeexpertin für Stomatherapie am Kath. Krankenhaus Dortmund-West, Carola Josek, kümmert sich um Patienten, bei denen aufgrund einer schweren Darmerkrankung der natürliche Darmausgang vorrübergehend nicht erhalten bleiben kann.

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"Ich gehe zu den Patienten und informiere und berate sie", erklärt die Stomatherapeutin, die als feste Ansprechpartnerin immer bereit steht, wenn die Betroffenen ihre Hilfe und Unterstützung benötigen. "Wir können heute die Versorgung mit Hilfsmitteln ganz individuell an die Bedürfnisse des Einzelnen anpassen, so dass im Grunde nichts dagegen spricht, trotz Handicap zu reisen, ins Schwimmbad zu gehen oder die Sauna zu besuchen."

Im Rahmen der Rund-um-Versorgung im zertifizierten Darmzentrum am Kirchlinder Krankenhaus werden Patienten über den ganzen Verlauf ihrer Erkrankung betreut. Hier lernen Menschen, die im Zuge ihrer Behandlung Einschränkungen hinnehmen müssen, wie sie dennoch in ihrem Alltag gut zurechtkommen, so dass ihnen ein weitgehend normales Leben ermöglicht wird.

Auch nach der stationären Behandlung hat Carola Josek immer noch ein offenes Ohr für ihre Patienten. Gerne gibt sie weiterhin Tipps für geeignete Hilfsmittel und vermittelt in die ambulante Weiterversorgung. Schon vor dem operativen Eingriff bespricht sie mit dem Patienten, welche individuelle Versorgungsform für ihn am besten passt und wie genau sie am geschicktesten angelegt werden kann. Es geht immer darum, für den Patienten die individuelle Lösung zu finden, die für ihn optimal funktioniert und ihm den größten Spielraum für sein alltägliches Leben bietet.

Chefarzt Dr. med. Ralf Kötter
Chefarzt Dr. med. Ralf Kötter

Diabetestherapie im Akutkrankenhaus

(16.06.2015) „Ein Viertel der über 75-Jährigen haben mittlerweile einen Diabetes mellitus. Der 50. Jahreskongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) hat deshalb in diesem Jahr das Augenmerk auch auf ältere Menschen mit Diabetes gerichtet, die vielfach erkrankt und in ihren Funktionen eingeschränkt sind. Gerade diese Patienten benötigen aufgrund der Vielzahl der Begleiterkrankungen spezielle Betreuungskonzepte, die wir im Kirchlinder Krankenhaus umsetzen“, berichtet der Diabetologe Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West.

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Die Therapie des Diabetes mellitus – der Zuckerkrankheit – wird immer komplexer. Die Diabetologen berücksichtigen in weit größerem Maße als früher die Gesamtsituation des einzelnen Patienten. Neue Medikamente erlauben individuell abgestimmte Behandlungen, die nachhaltigen Erfolg versprechen und Risiken wie Unterzuckerungen, Herzprobleme, Nervenschädigungen oder Nierenversagen besser kontrollierbar machen.

„Innovative Therapien erfordern allerdings auch zunehmend spezielle Kenntnisse für ihre Anwendung“, betont Dr. Kötter. Ständige Qualifikation und Fortbildung sind für diabetologisch tätige Ärzte unabdingbar. Das Kath. Krankenhaus Dortmund-West ist zurzeit dabei, seine hohe Kompetenz im Umgang mit Diabetes-Patienten durch die Zertifizierung „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ zu dokumentieren. „Die Voraussetzungen dafür sind erfüllt, der Antrag ist gestellt“, erklärt der Diabetologe.

Die Kirchlinder Klinik ist besonders darauf eingestellt, Patienten, die mit der Begleiterkrankung Diabetes kommen, in allen Abteilungen des Hauses zu versorgen. Dafür steht mit Chefarzt Dr. Kötter ein von der DDG ausgewiesener Experte zur Verfügung. Neben der Diabetesberaterin achten auf jeder Station zwei speziell fortgebildete Krankenschwestern auf die betroffenen Patienten.

Das Foto zeigt das Hebammen-Team im Kreißsaal. Fotograph: Ekkehart Reinsch.
Das Foto zeigt das Hebammen-Team im Kreißsaal. Fotograph: Ekkehart Reinsch.

Ein Jahr Fußballfieber im Kreißsaal

(01.06.2015) Neuer, Ronaldo, Messi und Müller – in der Geburtshilfe am St. Rochus-Hospital sorgt eine wandfüllende Hommage an die Helden der WM 2014 für entspannte Stimmung. Die Fußball-Lounge steht als wohnlicher Überbrückungsbereich beispielhaft für das moderne Konzept der Entbindungsstation an der Castroper Klinik.

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„Das Fußballfieber der WM 2014 hat sich im Frühjahr bei uns bemerkbar gemacht“, berichtet Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer. „Mit mehr als 60 Geburten hatten wir so viele Entbindungen wie noch nie zuvor im einem Monat März. Ich weiß nicht, ob unser großformatiges Wandbild in der Fußball-Lounge dazu beigetragen hat, aber Namen wie Mats und Phil erfreuen sich zurzeit großer Beliebtheit.“

Vor einem Jahr sind die Kreißsäle am St. Rochus-Hospital komplett umgestaltet worden. Es gibt jetzt drei Kreißsäle, die großzügig angelegt und durch das gläserne Kuppeldach im Foyer von Licht durchflutet werden. Die Ausstattung ist bewusst  wohnlich angelegt. Die Einrichtung ist in jedem Raum anders und orientiert sich jeweils an einem der Elemente Erde, Feuer oder Wasser. Hier kann jede Schwangere ein Umfeld wählen, das zu ihr passt.

Nach diesem ersten Jahr in den neuen Räumlichkeiten zieht Dr. Glaßmeyer eine positive Bilanz: „Die Geburtenzahlen sind deutlich gestiegen. Wir verfügen jetzt neben den Kreißsälen über weitere Funktionsräume. Alle Vorgänge auf der Entbindungsstation verlaufen in entspannter Atmosphäre für die werdenden Eltern und die sie betreuenden Hebammen. Wir haben genügend Platz, um eine Privatsphäre rund um die Geburt zu schaffen.“

Das großflächige Wandbild in der Fußball-Lounge ist übrigens ein Unikat, das von Bochumer Sprayern im Auftrag der Geburtshilfe-Abteilung geschaffen wurde. Bier gibt es hier leider nicht, aber für Getränke ist gesorgt und ein Flachbildfernseher überbrückt die Zeit mit aktuellen Fußballspielen, bis die Wehen einsetzen.

OA Dr. Klaus Kösters präsentiert einen Ereignisrekorder, mit dem der Herzschlag langfristig überwacht werden kann.
OA Dr. Klaus Kösters präsentiert einen Ereignisrekorder, mit dem der Herzschlag langfristig überwacht werden kann.

Sicherheit fürs kranke Herz

(20.05.2015) „In unserer Kardiologischen Spezialabteilung werden Patienten zur Überwachung von Herzerkrankungen aufgenommen“, berichtet der Leiter der Überwachungseinheit am St. Rochus-Hospital, Oberarzt Dr. Klaus Kösters. „Hier haben wir alle Möglichkeiten für weiterführende Untersuchungen, um rasch eine Diagnose stellen und eine Therapie einleiten zu können.“

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Im Bereich der koronaren Herzkrankheiten, also der Erkrankungen der Herzkranzgefäße, ist dies neben dem Belastungs-EKG auch die Stress-Echokardiographie, bei der das Herz unter Belastung per Ultraschall vermessen wird. Darüber hinaus stehen die Kernspintomographie des Herzens, das CT der Herzkranzgefäße sowie die nuklearmedizinische Untersuchung des Herzmuskels (Myokardszintigraphie) zur Verfügung.

 

„Alle diese Verfahren tragen dazu bei, dass Patienten nur dann invasiv mittels Herzkatheter untersucht werden müssen, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich ein Eingriff an den Herzkranzgefäßen nötig ist“, erklärt der Kardiologe. „Solche Patienten bekommen dann durch unsere enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen kardiologischen Fachärzten in Castrop und dem St.-Johannes-Hospital Dortmund kurzfristige Termine. Patienten mit akutem Herzinfarkt werden primär von uns behandelt und dann in unserer ärztlichen Begleitung mit dem Rettungsdienst einer optimalen schnellen Herzkathetertherapie zugeführt. Patienten mit akuter Herzschwäche haben dank unserer breiten diagnostischen Möglichkeiten den Vorteil, dass sie rasch umfassend therapiert werden können und daher seltener auf der Intensivstation behandelt werden müssen.“ Auf der Intensivstation stünden dem Leiter der Kardiologie dann aber auch im Ärzteteam ein Lungenfacharzt und Nierenfacharzt (Dialyse) zur optimalen Versorgung Seite.

 

Zur Versorgung von Patienten mit bedeutsamen Herzrhythmusstörungen werden am St. Rochus-Hospital Herzschrittmacher oder Defibrillatoren implantiert. Wenn sich bei unklaren Bewusstlosigkeiten im Rahmen der normalen Untersuchungen keine Ursache zeigt, kann ein kleines Aufzeichnungsgerät helfen. Es wird in örtlicher Betäubung unter die Haut geschoben und kann bis zu drei Jahre langfristig den Herzschlag überwachen („Event-Recorder“).

OA Dr. Thorsten König
OA Dr. Thorsten König

Schmerztherapie

(11.05.2015) Das Kath. Krankenhaus Dortmund-West hat die stationäre Behandlung orthopädischer Schmerzpatienten neu konzipiert und organisatorisch zu einem Schwerpunkt ausgebaut. Oberarzt Dr. Thorsten König begleitet die Patienten von der Vorbesprechung bis zur Entlassung aus der stationären Therapie.

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Angeboten wird ein so genannter kurzstationärer Aufenthalt, bei dem Patienten mit chronischen oder akuten Rückenbeschwerden über fünf bis sieben Tage konservativ orthopädisch und multimodal behandelt werden. Im Vorfeld der Aufnahme in die stationäre Behandlung erfolgt eine Vorbesprechung in der Sprechstunde. Die Patienten werden orthopädisch untersucht und erhalten einen Fragebogen, der dazu dient, dass Schmerzerleben zu analysieren und eine eventuell vorliegende chronische Schmerzverarbeitung festzustellen.

 

Die stationäre Schmerztherapie ist für Patienten vorgesehen, die chronisch oder akut unter Rückenschmerzen leiden und alle Möglichkeiten der ambulanten Behandlung ohne Erfolg ausgeschöpft haben. Die Patienten können im Rahmen einer multimodalen und interdisziplinären Konferenz besprochen werden, an der neben Dr. König, zwei Schmerztherapeuten, eine Psychologin sowie Physiotherapeuten teilnehmen. Individuell kann so ein geeigneter Therapieplan aufgestellt werden mit einer entsprechenden Empfehlung für die weiterbehandelnden Fachärzte.

 

„Wir behandeln derzeit zwanzig Patienten pro Woche“, erklärt Dr. König. „Unser neues Konzept, das wir seit Anfang des Jahres umsetzen, hat sich sehr bewährt. Die Zufriedenheit der Patienten ist nicht zuletzt deshalb so hoch, weil sie in der Regel kontinuierlich von mir betreut werden, um nicht ständig wechselnden Ärzten immer wieder aufs Neue ihre Krankengeschichte vortragen müssen.“

 

Dr. König arbeitet bereits seit sechs Jahren in der Kirchlinder Klinik und hat sich von Anfang an schwerpunktmäßig mit der konservativen Orthopädie und Schmerztherapie befasst.

Chefarzt Dr. Jürgen Hagemeyer
Chefarzt Dr. Jürgen Hagemeyer

Die neue Orthopädie findet große Resonanz

(07.05.2015) Die Chirurgie am Hörder Krankenhaus hat auf die Anforderungen der Zeit reagiert und ihre strukturelle Organisation strikt an den Bedarf angepasst. Sie gliedert sich jetzt in drei Kliniken, die jeweils unter der Leitung eines Chefarztes Hauptgebiete des Faches abdecken: Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie (Traumatologie). Mit dem Amtsantritt von Chefarzt Dr. Jürgen Hagemeyer am 1.4.2015 ist die Umstrukturierung am St.-Josefs-Hospital erfolgreich abgeschlossen.

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„Wir sind selbst überrascht, wie positiv die Bevölkerung unser orthopädisches Leistungsangebot angenommen hat“, sagt Dr. Hagemeyer. „Schon kurz nach dem Start waren alle verfügbaren Betten ausgelastet.“ Das orthopädische Team am Hörder Krankenhaus stellt im Rahmen der Behandlung von Verschleißerkrankungen schwerpunktmäßig die endoprothetische Versorgung mit Hüft- und Kniegelenken sicher. Darüber hinaus werden natürlich auch Schulter- und Sprunggelenke sowie alle anderen Erkrankungen im Rahmen der Allgemeinen Orthopädie behandelt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Spektrum der Behandlungen an der Wirbelsäule, die ebenfalls bereits intensiv nachgefragt werden.

 

Dass der Einstieg so reibungslos vonstattengegangen ist, erklärt sich aus der Tatsache, dass Dr. Hagemeyer auf ein eingespieltes Team bauen kann. Denn mit ihm sind zwei Oberärzte und ein Assistenzarzt an das St.-Josefs-Hospital gewechselt, mit denen er bereits seit vielen Jahren zusammengearbeitet hat. „Auch das Entgegenkommen der ärztlichen und pflegerischen Kollegen vor Ort, hat uns den Einstieg sehr erleichtert“, betont der neue Chefarzt. So habe sich insbesondere das OP-Team schnell auf neue Verfahren und den Umgang mit neuen Instrumenten  eingestellt.

 

Die Orthopäden am St.-Josefs-Hospital bieten eine tägliche Sprechstunde, für die Patienten zwischen 8:00 Uhr und 16:00 Uhr im Sekretariat einen Termin vereinbaren können. Oberärzte und Assistenten der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bilden übrigens ein Team, das gemeinsam den Rund-um-die-Uhr-Facharztstandard des lokalen Traumazentrums am St.-Josefs-Hospital gewährleistet.

St.-Josefs-Hospital
St.-Josefs-Hospital

St.-Josefs-Hospital schafft in fünf Jahren mehr als 100 neue Arbeitsplätze

(21.04.2015) Das Hörder Krankenhaus verzeichnet im Vergleich zu 2009 einen Zuwachs von 25 Prozent bei den Vollzeitbeschäftigten. Die insgesamt 93 neu geschaffenen Vollzeitstellen verteilen sich auf über 100 Beschäftigte. Im ärztlichen Dienst ist die Zahl der Mitarbeiter seit 2009 um rund 55 Prozent von 49 auf 76 Mitarbeiter gestiegen. Im Pflegebereich gab es im gleichen Zeitraum eine Steigerung von gut 28 Prozent, das entspricht einem Zuwachs von 40 Mitarbeitern.

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„Diese personelle Erweiterung – die vom Umfang her einem kleinen mittelständigen Unternehmen entspricht – konnten wir nur bewerkstelligen“, sagt der Geschäftsführer des St.-Josefs-Hospitals, Clemens Galuschka, „weil wir in den letzten fünf Jahren überdurchschnittlich gewachsen sind.“ Auf der Leistungsseite konnte das Haus in Bezug auf 2009 einen Anstieg der für die Abrechnung mit den Krankenkassen relevanten Case-Mix-Punkte um 28 Prozent verbuchen. Dabei ist nicht nur die Anzahl der behandelten Fälle gestiegen, sondern vor allem die Schwere der therapierten Erkrankungen hat zugenommen.

Klinikchef Galuschka sieht in dieser Entwicklung eine Bestätigung dafür, dass die Hörder Klinik von der Bevölkerung in ihrem Leistungsspektrum in zunehmendem Maße angenommen wird. Eine solche Resonanz kommt nicht von ungefähr. Sie ist vielmehr das Ergebnis konsequenter und kontinuierlicher Angebotsoptimierungen, die dann eine entsprechende Personalentwicklung nach sich ziehen.

Unübersehbar ist dabei der deutliche Fortschritt in der onkologischen Versorgung von Tumorpatienten im Rahmen des Darmzentrums Ruhr und des onkologischen Verbunds der Ruhruniversität Bochum (RUCCC). Aber auch im Bereich der Unfallchirurgie hat es in Folge der Zertifizierung als Lokales Traumanetz einen überproportionalen Anstieg der Patientenzahlen sowie eine zunehmende Versorgung schwererer Fälle gegeben.

Die Klinik für Urologie ist im Zuge des Chefarztwechsels apparativ auf den neusten Stand gebracht worden und bietet neue, zusätzliche Operationsverfahren an. Auch die Klinik für Gynäkologie ist neu aufgestellt und hat den Anteil der Tumorbehandlungen deutlich gesteigert. Nicht zuletzt erfreut sich die Geburtshilfe einer ungebrochenen Nachfrage, die unter anderem auch der Zertifizierung als stillfreundliches Krankenhaus und den modern gestalteten Kreißsälen zu verdanken ist.

Über den Ausbau des bestehenden Angebotes hinaus hat das St.-Josefs-Hospital in den letzten fünf Jahren neue Ressourcen erschlossen. So konnte die Zahl der Intensivbetten von zwölf auf 27 mehr als verdoppelt werden. Die OP-Kapazitäten sind erheblich erweitert worden und entsprechen den aktuellsten Standards. Seit letztem Jahr arbeitet eine Neurologin im Haus, die ihre Untersuchungen und Behandlungen konsiliarisch für alle Abteilungen durchführt. Seit Anfang April schließlich erweitert die neue Klinik für Orthopädie mit neu eingestelltem Chefarzt und neu eingestellten Oberärzten das Spektrum des Hörder Krankenhauses.

„Allein im Zuge der Intensiverweiterung haben wir über 30 neue Stellen geschaffen“, berichtet die Personalleiterin Regina Luckner. „Aber auch durch neue Aufgaben sind in den letzten Jahren zusätzliche Mitarbeiter erforderlich geworden. Wichtig sind beispielsweise der Hygienebereich mit zusätzlichen Vollzeitstellen oder die Dokumentation von Klinischen Studien im Bereich der onkologischen Versorgung, für die zwei Study Nurses eingestellt worden sind.“ Als weiteres Beispiel nennt sie die Verbesserungen bei der Arzneimittelsicherheit. Hier sind ebenfalls neue Stellen geschaffen worden, damit pharmazeutische Fachkräfte und Apotheker die Ärzte intensiver als bisher bei Visiten unterstützen können. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die zuverlässige Beratung von jungen, noch unerfahrenen Ärzten. Außerdem werden bei der Aufnahme von Patienten alle verwendeten Medikamente erfasst, damit auf dieser Grundlage die Gesamtmedikation sinnvoll abgestimmt werden kann.

„Ein Personalaufbau, wie wir ihn in den letzten fünf Jahren vollzogen haben, lässt sich heute nicht einfach so nebenbei erreichen“, erläutert die Personalleiterin. „Wir haben auch im administrativen Bereich der Personalentwicklung aufgestockt.“ Die Mitarbeiter übernehmen neue Aufgaben bei der Rekrutierung neuer Kollegen für die medizinische Versorgung, die Pflege sowie den Service- und Verwaltungsbereich. „Neben der verstärkten Werbung um qualifizierte Mitarbeiter müssen Unternehmen wie das unsere sich auch verstärkt präsentieren und als attraktiver Arbeitgeber darstellen“, betont Regina Luckner. Die Lukas Gesellschaft hat deshalb im vergangenen Jahr ein Karriere-Portal entwickelt und online gestellt. Dank solcher Maßnahmen können ausgeschriebene Stellen schnell und kompetent besetzt werden.

Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktlage sind in diesem Zusammenhang auch attraktive Arbeitszeitmodelle unverzichtbar. „Gerade für Frauen, die ihre Elternzeit beenden, sind flexible Arbeitszeitmodelle wichtig, um Beruf und Familie zu vereinbaren“, bestätigt Luckner.

Neben der Schaffung einer Stelle zur Betreuung von ausländischen Patienten wird auch im Servicebereich aufgestockt. Im Mai werden zunächst drei neue Mitarbeiter beginnen, die für den Service im Privatpatientenbereich zuständig sind. Weitere drei folgen im August dieses Jahres. Hier reagiert die Klinik auf die gestiegenen Anforderungen, die private Krankenversicherungen stellen.

„Eine Personalerweiterung mit mehr als 100 neuen Jobs funktioniert nur bei wirtschaftlicher Stabilität“, konstatiert der Klinikchef Galuschka. „Sie trägt dann aber auch über die Verbesserung von Qualität und Service zur wirtschaftlichen Stabilität und zur Arbeitsplatzsicherheit bei. Wir werden diese Strategie weiter verfolgen. Die unerwartet starke Annahme der Anfang April eröffneten Klinik für Orthopädie bestärkt uns in der Zuversicht, weiterhin zu wachsen und neue Stellen schaffen zu können.“