Pressemeldungen

Klinik-Chef Clemens Galuschka (re.) und Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Klaus Schmidt (li.) beim Eröffnungsmatch im neuen Patientengarten des EndoProthetikZentrums am Kath. Krankenhaus Dortmund-West. Foto: Ekkehart Reinsch.

Mensch ärger dich nicht am Kirchlinder Krankenhaus

(18.06.2018) Der neue Patientengarten des EndoProthetikZentrums am Kath. Krankenhaus Dortmund-West ist eröffnet. Hier können Patienten nach einer Hüft- oder Knie-OP unterschiedliche Alltagssituationen im Außenbereich trainieren, unter anderem zum Beispiel das Ein- und Aussteigen in ein Auto.

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Orientiert am Reha-Gedanken lädt der parkähnliche Außenbereich Patienten und ihre Angehörigen zu unbeschwerten Bewegungsübungen nach einem künstlichen Gelenkersatz ein. Auf die umgebenden Gebäudewände sind Wandbilder aufgetragen, die für ein angenehmes Ambiente sorgen. Treppenaufgänge, kleine Steigungen und wechselnde Untergründe bieten Trainingsmöglichkeiten unter entspannten Bedingungen, damit die Patienten ihre Alltagsmobilität so schnell wie möglich wieder erlangen können. Sitzgelegenheiten zum Verweilen stehen für das Päuschen zwischendurch bereit.

Auch für Unterhaltung ist gesorgt. Im Außenbereich ist ein großflächiges Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel angelegt. Zur Eröffnung des Patientengartens griffen Clemens Galuschka, der Geschäftsführer des Lukas-Klinikums, und Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Klaus Schmidt, der Leiter des EndoProthetikZenturms, unter den Augen von Thera Fit-Chef Christoph Kemke und weiteren am Projekt beteiligten Mitarbeitern zu den Puppen. Diplomatisch einigten sich die beiden Kontrahenten auf ein Unentschieden für ihre Partie, denn, so Galuschka: „Bei uns gibt es immer nur einen Gewinner, und das ist jeder Patient, der von der neuen Einrichtung profitiert.“

Das Foto zeigt Chefarzt Prof. Dr. Heiner Wolters. Es darf im Zusammenhang mit dieser Pressemeldung frei verwendet werden. Fotonachweis: Ekkehart Reinsch.

Prof. Wolters zum Ärztlichen Direktor ernannt

(04.06.2018) Prof. Dr. Heiner Wolters, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, hat zum Monatsbeginn das Amt des Ärztlichen Direktors am St.-Josefs-Hospital übernommen. Sein langjähriger Vorgänger Prof. Dr. Josef Stern hat maßgeblich dazu beigetragen, dass operative Eingriffe in der Klinik stets auf dem aktuellen Niveau des medizinischen Kenntnisstands erfolgen können. Prof. Wolters steht mit seinem Wirken beispielgebend dafür, dass dieser Anspruch auch in Zukunft gewährleistet ist.

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Der Chef der chirurgischen Klinik ist 2015 vom Universitätsklinikum Münster an das St.-Josefs-Hospital gekommen. Er hat die vorhandenen operativen Schwerpunkte im Rahmen des onkologischen Verbundes RUCCC sowie des Darmzentrums Ruhr weiter ausgebaut und insbesondere mit dem Pankreaszentrum, also der schwerpunktmäßigen Versorgung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, eigene Akzente gesetzt. Seit April ist er Vorsitzender des Darmzentrums Ruhr. In seine Zeit fällt die Etablierung der Robotertechnik am St.-Josefs-Hospital, die auch von den operativen Kollegen aus der Gynäkologie und der Urologie regelmäßig eingesetzt wird. Der Roboter ermöglicht es, Operationen sehr präzise und sehr gewebeschonend durchzuführen.

Der neue Ärztliche Direktor knüpft an die vielen innovativen Entwicklungen an, die unter der Ägide von Prof. Stern Realität geworden sind. Dazu gehört unter anderem die Eröffnung der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, die Erweiterung der Intensivbetten, der Umbau der Kreißsäle und der Neubau der operativen Einrichtungen, die optimal für den Einsatz minimal-invasiver Methoden und mit 3D-Videooptik ausgestattet sind. Prof. Wolters wird mit gleichem Elan neue Projekte vorantreiben. Die nächste Aufgabe, die auf die Klinik zukommt, ist die Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen im Südflügel.

„Wir sind ein zuverlässiger Ansprechpartner für die Hörder Bevölkerung, wenn es um die Diagnostik und Therapie schwerwiegender Erkrankungen geht, und pflegen den direkten Draht zu den niedergelassenen Ärzten“, sagt der neue Ärztliche Direktor. „Bei aller Professionalität der medizinischen Versorgung haben wir dabei stets das Wohlbefinden unserer Patienten und ihrer Angehörigen im Auge. Denn für eine schnelle Genesung kommt es entscheidend darauf an, ärztliche Kompetenz mit einer wertschätzenden Betreuung zu verbinden.“

Das Bild zeigt eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Kath. Krankenhaushilfe im Einsatz vor Ort am St.-Josefs-Hospital. Es darf im Zusammenhang mit dieser Pressemeldung frei verwendet werden. Fotonachweis: Ekkehart Reinsch.

Ortsunion Hörde würdigt die Kath. Krankenhaushilfe am St.-Josefs-Hospital

(04.06.2018) „Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit vielen Jahrzehnten eine wichtige Säule in unseren Bemühungen die menschliche Seite im Rahmen einer stationären Behandlung nicht zu kurz kommen zu lassen“, betont Clemens Galuschka, der Geschäftsführer des St.-Josefs-Hospitals. „Wir freuen uns sehr, dass dieses Engagement mit der Auszeichnung des Karl-Heinz Middendorf-Gedächtnispreises durch die Ortsunion öffentlich gewürdigt worden ist.“

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Rund 30 Ehrenamtliche - neben vielen grünen Damen auch drei grüne Herren - stehen zwei bis drei Stunden die Woche bereit, um Patienten und ihre Angehörigen an Wochentagen in der Klinik in Empfang zu nehmen oder ihnen den Aufenthalt mit offenen Ohren und kleinen Diensten ein wenig zu erleichtern. „Ich freue mich, dass ich in meiner freien Zeit anderen hilfsbedürftigen und kranken Menschen zur Seite stehen kann“, sagt Gisela Hindorf, die seit neun Jahren die Kath. Krankenhaushilfe am St.-Josefs-Hospital leitet. „Wir freuen uns über jeden, der mitmachen möchte. Interessenten können uns gerne jederzeit zum Schnuppern bei unserer Arbeit begleiten.“

Die ehrenamtliche Tätigkeit erfährt hohe Wertschätzung und wird von den Patienten dankbar angenommen. Einige der grünen Damen sind seit zwanzig Jahren dabei. Nachwuchs wird dringend benötigt, weil immer wieder natürlich Ehrenamtliche ihr langjähriges Amt aus Altersgründen aufgeben müssen. Wer Interesse hat, kann sich gerne an Frau Hindorf (Tel.: 468853) wenden.

Pflegedirektorin Stephanie Zirkler

Pflegedirektorin Stephanie Zirkler geht in den Ruhestand

(26.04.2018) Sie ist eine Institution, die die Entwicklung des Hörder St.-Josefs-Hospitals über mehr als 40 Jahre mitgeprägt hat. Als Pflegedirektorin und Mitglied der Betriebsleitung hat Stephanie Zirkler stets den Menschen in den Fokus ihrer Arbeit gestellt. Ihr Credo: „Kümmert man sich als Führungskraft um den Mitarbeiter, profitiert auch der Patient davon!“

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Die Karriere begann für „Schwester Stephanie“ 1978 mit der Ausbildung in der Zentralen Krankenpflegeschule Dortmund-Süd. Zehn Jahre lang war sie dann als Krankenschwester im St.-Josefs-Hospital tätig. Ab Ende der 1980er Jahre übernahm sie Verantwortung in der Leitung verschiedener Stationen, bevor sie 1997 in die Pflegedienstleitung wechselte. Ab 2004 wirkte sie bis zu ihrem jetzigen Ausscheiden als Pflegedirektorin im Bereich des Pflege- und Funktionsdienstes am Aufbau der Kath. St. Lukas Gesellschaft mit.

„Frau Zirkler hat das St.-Josefs-Hospital durch viele Höhen und Tiefen begleitet und wesentlich dazu beigetragen, dass sich Patienten und Mitarbeiter in den Lukas Kliniken gut aufgehoben fühlen können“, betonte Klinikchef Clemens Galuschka anlässlich des Empfangs zur Verabschiedung der langjährigen Weggefährtin.

Das Foto zeigt Chefarzt Prof. Dr. Heiner Wolters. Es darf im Zusammenhang mit dieser Pressemeldung frei verwendet werden. Fotonachweis: Ekkehart Reinsch.

Prof. Wolters übernimmt Leitung des Darmzentrums Ruhr

(09.04.2018) Prof. Dr. Heiner Wolters, Chefarzt der Klinik für Viszeralchirurgie am St.-Josefs-Hospital, ist als Nachfolger des Initiators und langjährigen Vorsitzenden des Darmzentrums Ruhr, Prof. Dr. Wolff Schmiegel, gewählt worden. Er übernimmt von ihm die Leitung des gemeinsamen Verbundes von Kliniken der Ruhr-Universität Bochum und der Dortmunder St. Lukas Gesellschaft zur Versorgung von Darmkrebspatienten im östlichen Ruhrgebiet.

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Das St.-Josefs-Hospital ist Gründungsmitglied des 2005 initiierten und 2006 als bundesweit erste Einrichtung dieser Art von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Darmzentrums. Die beteiligten Fachabteilungen der Dortmunder Klinik blicken auf eine lange Tradition in der Behandlung von Patienten mit Darmerkrankungen zurück und spielen heute mit rund 75 Darmkrebsoperationen im Jahr eine bedeutende Rolle in der regionalen und überregionalen Versorgung von Krebspatienten.

„Im Darmzentrum werden die Patienten von der Diagnose bis zur Nachversorgung kontinuierlich und individuell von den behandelnden Ärzten begleitet“, erläutert Prof. Dr. Wolters. „In der wöchentlich von Chirurgen, Internisten, Radiologen, Pathologen, Chemo- und Strahlentherapeuten interdisziplinär besetzten Tumorkonferenz besprechen wir jeden einzelnen Fall und beurteilen ihn gemeinsam auf der Grundlage der modernen diagnostischen Verfahren, um für den Patienten eine optimale Therapie zu finden.“

Der Vorteil des Darmzentrums liegt darin, dass dem Patienten in einem ganzheitlichen Konzept alle notwendigen Versorgungsmöglichkeiten von der Früherkennung über die Therapie bis hin zur Nachsorge angeboten werden. Darüber hinaus sichert die Verbindung von forschungsorientierten Universitätskliniken und leistungsstarken Versorgungskrankenhäusern einen schnellen und effizienten Know-how-Transfer zu Gunsten der Patienten. „Im Verbund sind wir in der Lage, Diagnostik und Therapie jederzeit mit umfassender Kompetenz auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens zu bieten.“

Robotikzentrum am St.-Josefs-Hospital

Interdisziplinäres Robotikzentrum

(21.12.2017) Das St.-Josefs-Hospital in Dortmund installiert einen DaVinci-Roboter der neusten Generation, der interdisziplinär von Viszeralchirurgen, Gynäkologen und Urologen eingesetzt wird. Das Besondere: die Anwendung der Robotertechnik in der Viszeralchirurgie und in der Gynäkologie sowie in interdisziplinärer Zusammenarbeit der am St.-Josefs-Hospital vertretenen Kliniken.

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Die Chefärzte Prof. Dr. med. Heiner Wolters, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dr. med. Christoph Hemcke, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und Dr. med. Oliver Moormann, Klinik für Urologie, stellten das Gerät und ihr Konzept am 19.12.2017 vor Ort im Operationssaal der Presse vor. Die Etablierung der Robotertechnik der neusten Generation ist ein konsequenter Schritt im Rahmen des laparoskopischen Schwerpunktes, in dem unter besten Voraussetzungen und mit Unterstützung einer 3D-Videooptik minimal-invasiv operiert wird. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Behandlung von Patienten in zertifizierten Schwerpunktzentren, insbesondere im Darmzentrum, im Pankreaszentrum, im Prostatazentrum sowie im Endometriosezentrum.

Die Robotertechnik erlaubt es, schwer zugängliche Bereiche im Körperinneren besser zu erreichen als bei einer offenen Operation oder mit Hilfe minimal-invasiver Methoden. Das Gerät arbeitet nicht automatisiert, sondern ist ein Unterstützungssystem, das dem operierenden Arzt eine ferngesteuerte und sensible Führung seiner Instrumente unter besten Sichtbedingungen ermöglicht. Der Eingriff ist weniger belastend für den Patienten, der Heilungsverlauf ist günstiger und er kommt schneller wieder auf die Beine. In der Konsequenz profitiert der Patient von einem kürzeren Aufenthalt in der Klinik.

Die Investition in das Gerät muss vom Krankenhaus erwirtschaftet werden, mehr Geld gibt es dafür im pauschalierten Vergütungssystem nicht. Dennoch kommt die neue Technik allen Patienten zugute, bei denen sie sinnvoll eingesetzt werden kann. Ein besonderer Vorteil am St.-Josefs-Hospital ist die Möglichkeit gemeinsamer Operationen von Chirurgen, Gynäkologen und Urologen Erkrankungen, die mehrere Organsysteme befallen. So kann z.B. bei Tumor im kleinen Becken mit Befall von Darm, Gebärmutter und Prostata unmittelbar im Team interdisziplinär behandelt werden.

Für das St.-Josefs-Hospital bedeutet die Anschaffung eine wichtige Investition in die Zukunft. Nur wer mit der technischen Entwicklung mithält und zeitgemäße Behandlungsformen für die Patienten etabliert, kann langfristig bestehen. Nicht zuletzt wird mit der Anschaffung des DaVinci-Roboters eine Patientenversorgung auf dem Stand der aktuellen medizinischen Möglichkeiten sichergestellt.

Links zu den Kliniken:

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Klinik für Frauenheilkunde

Klinik für Urologie

Rosemarie Liedschulte

Neue Patientenfürsprecherin

(9.8.2017) Kritik, Anregungen oder Lob von Patienten sind wertvolle Rückmeldungen, auf die keine Klinik verzichten kann, die Wert auf einen partnerschaftlichen und vertrauensvollen Umgang mit ihren Patienten legt. Das St.-Josefs-Hospital bietet eine Reihe von Möglichkeiten, Unmut oder Begeisterung zu äußern. Neben dem Briefkasten für Patienten und den regelmäßigen Patientenbefragungen steht dafür die Patientenfürsprecherin zur Verfügung.

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Dieses unabhängige Ehrenamt vertritt seit nunmehr einem halben Jahr Rosemarie Liedschulte. Die Hörder Mitbürgerin hat sich 30 Jahre im Rat der Stadt Dortmund engagiert und ist heute stellvertretende Vorsitzende im Seniorenbeirat. Patienten und Angehörige können sie jeden Dienstag in der Zeit von 15:00 bis 17:00 Uhr in der Zentralen Aufnahme und Diagnoseabteilung (ZAD) für ein persönliches und vertrauliches Gespräch antreffen. Der Kontakt kann auch über die Stationen oder per E-Mail (patientenfuersprecher.sjh@lukas-gesellschaft.de) hergestellt werden. Der Briefkasten von Frau Liedschulte befindet sich im Empfangsbereich des Krankenhauses.

„Ich sehe meine Aufgabe darin, zuzuhören und mich der Probleme von Patienten und ihrer Angehörigen anzunehmen, die sie im Rahmen eines stationären Aufenthaltes bedrücken“, sagt Frau Liedschulte. „Oft geht es dabei erst einmal darum, die Situation zu klären und ein Gespräch mit den Betroffenen zu vermitteln. Jedes Problem wird ernst genommen und wir versuchen, gemeinsam eine für alle Seiten angemessene Lösung zu finden.“

Prof. Dr. Heiner Wolters

Regionale Selbsthilfegruppe am Dortmunder Pankreaszentrum am St.-Josefs-Hospital gegründet

(10.07.2017) Anfang Juli hat der Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) zur Gründungsveranstaltung für die Regionalgruppe Südwestfalen eingeladen. Die Chefärzte Prof. Dr. Heiner Wolters und Privatdozent Dr. Christian Teschendorf präsentierten den Teilnehmern in diesem Rahmen das zertifizierte Pankreaszentrum am St.-Josefs-Hospital.

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Anlass der Veranstaltung war der Wunsch, die Selbstorganisation der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen im östlichen Ruhrgebiet zu stärken. Obwohl hier im letzten Jahr rund 200 Betroffene operiert worden sind, verzeichnet die bundesweit über 1200 Mitglieder zählende Selbsthilfegruppe nur 20 Mitglieder in der Region. Dabei benötigen gerade Patienten mit chronischen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse eine intensive Betreuung, denn sie müssen deutliche Einschränkungen hinnehmen. Das Organ hat wichtige Aufgaben im Körper zu erfüllen. Einerseits werden dort Verdauungsenzyme bereitgestellt und bei Bedarf in den Dünndarm eingeleitet. Darüber hinaus produziert die Bauchspeicheldrüse aber auch Hormone wie zum Beispiel Insulin, die für die Regulation des Stoffwechsels und insbesondere des Blutzuckerspiegels unverzichtbar sind.

Priv.-Doz. Dr. Teschendorf stellte in seinem Vortrag heraus, dass Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen über die akute Behandlung hinaus eine Rundum-Versorgung benötigen, die neben der detaillierten Ursachensuche und der zielgerichteten, individuell abgestimmten Therapie mit hochauflösenden spezialisierten Video-Endoskopieverfahren Unterstützung für den Umgang mit der Erkrankung bietet. Denn eine geschädigte Bauchspeicheldrüse regeneriert nicht. Das heißt, die Krankheitssymptome können zwar behandelt werden, aber verlorene Funktionen können nicht wiederhergestellt werden.

Prof. Dr. Wolters erläuterte die Operationsverfahren, die bei den Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse zur Verfügung stehen. Dabei legte er ein besonderes Augenmerk auf die schonenden, minimal-invasiven Verfahren. Im zertifizierten Pankreaszentrum wird eine große Zahl von Patienten mit Pankreastumoren operiert und onkologisch versorgt. Die Heilungschancen sind bei dieser Krebsart leider begrenzt. Sie steigen, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und durch erfahrene Operateure behandelt wird. In jedem Fall können spezialisierte Chirurgen und Internisten mit ihren Methoden den Patienten Erleichterung verschaffen und ihre Lebensqualität verbessern.

In großen Versorgungszentren wie dem Pankreaszentrum am St.-Josefs-Hospital steht den Patienten ein interdisziplinär aufgestelltes Expertenteam zur Verfügung, das in gemeinsamer Abstimmung eine optimale Therapiestrategie verfolgt. Zugleich finden die Patienten einen direkten Zugang für begleitende und anschließende Maßnahmen wie Chemotherapien, Diabetesberatung oder Anschlussheilbehandlungen. Die Selbsthilfegruppe AdP wird künftig regelmäßig Informationsveranstaltungen am Dortmunder Pankreaszentrum organisieren. Damit hat sich das St.-Josefs-Hospital als erste Anlaufstelle im östlichen Ruhrgebiet positioniert, wo Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner für ihre Probleme finden.

OA Dr. Klaus Kösters

Blackouts haben eine Ursache – man sollte wissen welche!

(06.06.2017) Plötzliche kurzzeitige Ohnmachtsanfälle werden gerade bei jungen Menschen leicht als vorübergehender Kreislaufkollaps abgetan. Doch ganz so harmlos ist die Sache nicht. Die Durchblutungsstörung im Gehirn kommt nicht von ungefähr, auch wenn die Ursache nicht immer leicht festzustellen ist.

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„Wenn keine Erklärung auf der Hand liegt, der Patient sich ansonsten eigentlich gesund fühlt und selbst im Langzeit-EKG keine Unregelmäßigkeiten registriert werden, kann dennoch eine Herzrhythmusstörung vorliegen“, erklärt der Kardiologe Oberarzt Dr. Klaus Kösters vom St. Rochus-Hospital. Als Beispiel nennt er junge Patienten, die ab und zu ohne erkennbaren Grund umkippen, weil sie zu schnelle Herzschläge haben, die niemand erkennt.

„Für solche Fälle verfügen wir über spezielle Diagnoseverfahren“, berichtet Dr. Kösters. „Wir können beispielsweise einen Eventrekorder anbieten. Das ist ein kleines Gerät, das in einem kleinen ambulanten Eingriff unter die Haut geschoben wird. Es verfügt über Elektroden, die die Herzfunktion überwachen. Sobald ein ungewöhnliches Ereignis auftritt, registriert das Gerät dies und speichert den Verlauf der Herztätigkeit ab.“

Krankheiten sind nicht immer von anhaltenden Beschwerden begleitet. Umgekehrt gilt aber auch, dass nicht alle subjektiv belastenden Beschwerden gleichermaßen mit gefährlichen Krankheiten einhergehen. Dies zu beurteilen, erfordert die übergeordnete Fachkompetenz verschiedener internistischer Fachbereiche, die das Team im Krankenhaus bereitstellt.

So dient die stationäre Überwachung von Patienten in der Chest-Pain-Unit am St. Rochus-Hospital dazu, mögliche Herzerkrankungen zu entdecken. Oft handelt es sich bei Beklemmungen oder Brustbeschwerden aber gar nicht um einen befürchteten Herzinfarkt, sondern um Symptome, die aus ganz anderen Bereichen des Körpers ausstrahlen. Die Klinik für Innere Medizin am Castroper Krankenhaus verfügt über alle erforderlichen Verfahren, um Beschwerden einzugrenzen, richtig zuzuordnen und einer geeigneten Behandlung zuzuführen. „Das ist wichtig für Patienten mit bedrohlichen Herzerkrankungen“, sagt Chefarzt Dr. Christian Szymanksi. „Genauso wichtig ist es aber auch, Patienten ohne ernsthafte Herzerkrankung von der Angst vor dem Herzinfarkt zu entlasten.“

CA PD Dr. Klaus Schmidt

Navigierter Kniegelenksersatz für jeden

(06.06.2017) Navigation kann, wie jeder Autofahrer weiß, genau dann hilfreich sein, wenn man sich nicht blind darauf verlassen muss. Dasselbe gilt für computergestützte Verfahren, die den Einbau von Prothesen am Kniegelenk unterstützen. Im Kirchlinder Krankenhaus kommen deshalb Instrumente zum Einsatz, die den Orthopäden präzise informieren, ihm aber jederzeit die Freiheit lassen, die Ausrichtung der Prothese den besonderen Umständen im Einzelfall anzupassen.

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„Wir haben in einer wissenschaftlichen Erhebung den Erfolg unserer operativen Ergebnisse beim Einbau von Knieprothesen überprüft“, berichtet Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Klaus Schmidt vom EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung am Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Dabei konnten wir bestätigen, dass die Präzision der Ausrichtung unter Einsatz der von uns verwendeten Navigationstechnik tatsächlich verbessert wird. Deshalb haben wir die hohen Anschaffungskosten in Kauf genommen und in ein zweites Navigationssystem investiert. Wir können seit Jahresbeginn parallel in zwei benachbarten Operation-Sälen allen Patienten diese fortschrittliche Technologie zur Verfügung stellen.“

Dr. Schmidt weist in diesem Zusammenhang allerdings auch klar darauf hin, dass Präzision nicht alles ist. Damit ein Patient mit seiner Prothese zufrieden leben kann, kommt es darüber hinaus darauf an, bei der Planung und der Durchführung seine Gesamtkonstitution sowie das Zusammenspiel des Bewegungsapparates insgesamt angemessen zu berücksichtigen. „Wer zum Beispiel aufgrund lebenslanger schwerer körperlicher Arbeit zu O-Beinen neigt, bei dem haben sich auch Bänder und Sehnen seiner Lebenssituation angepasst. Wir würden dem Patienten keinen Gefallen tun“, so Dr. Schmidt, „wenn wir in diesem Fall das Gelenk den Vorgaben der Navigation folgend konsequent begradigen. Muskelzug, Sehnenstruktur und Bindegewebszustand sind ebenso wie Lebenssituation und Erwartungen des Patienten weitere Faktoren, die über die Präzision hinaus durch den erfahrenen Operateur in ein Gesamtkonzept eingebunden werden müssen.“

Im Unterschied zu älteren Navigationsverfahren bietet das am Kirchlinder Krankenhaus verwendete System weitere Vorteile. Es kann mit den herkömmlichen Ausrichtungsinstrumenten kombiniert werden, so dass weder zur Befestigung noch zur Vermessung zusätzliche Verletzungen des Knochenmaterials erforderlich sind. Die Operationszeit wird nicht wesentlich verlängert. D.h. im Vergleich zur nicht navigierten Vorgehensweise entstehen weder ein erhöhtes Narkose- noch ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Chefarzt Dr. Schmidt und sein Team setzen im Jahr 650 Endoprothesen an den großen Gelenken von Hüfte, Knie, Schulter und Ellenbogen sowie am Sprunggelenk ein. Am Kirchlinder EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung werden sowohl primäre als auch Wechseloperationen durchgeführt. Das bedeutet, dass Kunstgelenkersatz auch bei höheren Schwierigkeitsgraden, bei stärkeren Deformitäten und Lockerungen von bereits vorhandenen Implantaten angeboten wird.