Pressemeldungen

Oberarzt Thomas Patsis
Das Foto zeigt Oberarzt Thomas Patsis

Die Grippesaison hat begonnen

(05.10.2015) Wie jedes Jahr steigt mit dem Beginn der Herbsttage das Risiko, sich mit grippeartigen Krankheiten anzustecken. Vor allem bei älteren Menschen mit schlechter Konstitution und Begleiterkrankungen kann eine akute Infektion schnell einen gravierenden Verlauf nehmen. „Am St. Rochus-Hospital sind wir bestens darauf eingestellt, auch große Patientenzahlen angemessen zu versorgen“, verspricht Oberarzt Thomas Patsis.

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Wer akut erkrankt, ist natürlich erst einmal bestens bei seinem Hausarzt aufgehoben. Wenn der Allgemeinzustand des Patienten allerdings zusehends schlechter wird und die ambulante Therapie nicht anschlägt, empfiehlt sich eine Einweisung ins Krankenhaus. Dafür gibt es klare Kriterien, die vom Alter des Patienten, bestimmten Symptomen wie Atemfrequenz, Blutdruck oder Verwirrtheit sowie von Begleiterkrankungen wie chronischen Lungenproblemen, Bluthochdruck, Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion abhängen.

 

„Im Krankenhaus setzen wir die ambulante Therapien fort, beginnen aber darüber hinaus mit einer eingehenden Diagnostik“, erklärt der Lungenspezialist. „Wir versuchen Keime zu identifizieren und erheben im Gespräch mit dem Patienten das persönliche Risikoprofil. Wenn Faktoren wie chronische Bronchitis, langjähriges Rauchen oder beispielsweise eine berufliche Tätigkeit unter Tage vorliegt, wird die Diagnostik großzügig erweitert. Abhängig von den Umständen können Röntgen- oder CT-Untersuchungen, eine Lungenfunktionsprüfung und eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) durchgeführt werden.“

 

In enger Kooperation sind die verschiedenen Abteilungen der Klinik nicht nur in der Lage, die akuten Fälle zu erkennen und zu behandeln, sondern auch die Begleitrisiken einzuschätzen und gegebenenfalls eine erweiterte Diagnostik und Therapie auf den Weg zu bringen. Nicht immer liegen grippeartigen Beschwerden Infekte zugrunde. Vor allem bei chronischen Symptomen wird manchmal eine andere Erkrankung wie eine chronische Bronchitis, eine narbige Veränderung des Lungengewebes oder in seltenen Fällen auch eine Tumorerkrankung entdeckt. Dann leiten wir eine entsprechende Behandlung ein“, erklärt der Oberarzt.

 

Die Grippe-Impfung sollte jeder wahrnehmen, der zu den bekannten Risikogruppen gehört. Aber auch darüber hinaus kann jeder, der sich schützen möchte, bedenkenlos und ohne Angst eine Impfung in Anspruch nehmen. „Im häuslichen und beruflichen Umfeld“, so Thomas Patsis, „schützt man sich in der kalten Jahreszeit am besten vor Infektionen durch geeignete hygienische Maßnahmen. Und das bedeutet vor allem anderen: Hände waschen und immer wieder Hände waschen!“

Hotelservice im Krankenhaus

(11.09.2015) „Viele Patienten erwarten heute zurecht nicht nur eine hochwertige gesundheitliche Versorgung, sondern darüber hinaus auch eine moderne und zeitgemäße Unterbringung und eine professionelle Betreuung“, sagt Clemens Galuschka. Der Geschäftsführer vom St.-Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde äußerte sich anlässlich der Einführung von „LUKAS deluxe“, dem speziellen Service-Konzept, das Privatpatienten ab sofort ein wohnliches Umfeld in der Qualität der gehobenen Hotelklasse anbietet.

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Die Nachfrage nach Ein- und Zweibettzimmern ist ungebrochen. Viele wollen nicht auf eine Privatsphäre verzichten, in der sie trotz stationärer Behandlung Raum für ihre persönlichen Bedürfnisse haben. Sie sind bereit, sich einen besonderen Service etwas kosten zu lassen. Auf diesen Anspruch reagiert das St.-Josefs-Hospital mit den Service-Leistungen der Marke „LUKAS deluxe“. „Wir wollen unseren deluxe-Patienten den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten“, erläutert die Leiterin von LUKAS deluxe, Beate Madaus. „Bei uns finden sie großzügige Räumlichkeiten, die zum Entspannen einladen und Ablenkung bieten.“

 

Der in einem Erweiterungsbau untergebrachte Hotelbereich verfügt über eine zweidimensionale Service- und Versorgungsstruktur, die in Dortmund einmalig ist. Der deluxe-Trakt ist auf den horizontalen Ebenen nahtlos an die bestehenden Stationen der Regelversorgung und damit an die hochwertige medizinische und pflegerische Betreuung angegliedert. Das erweiterte Service-Angebot erstreckt sich über die vertikale Achse des neuen Gebäudeteils.

 

Hier finden sich Ein- und Zweibettzimmer mit einer persönlichen Ausstattung für jeden Patienten. Bequeme Sitz- und Arbeitsbereiche, Minibar, separate Mediennutzung inklusive Blu-ray-Player und Internet sowie eigene Waschgelegenheiten mit persönlichen Ablagebereichen schaffen eine Atmosphäre, in der man sich ein wenig wie Zuhause fühlen kann. Die erforderliche Medizintechnik wird im Hintergrund bereitgehalten, ohne ins Auge zu fallen. Die Unterbringung erfolgt abseits der Untersuchungsbereiche und der alltäglichen Hektik im Krankenhaus. Sie bietet Ruhe und Erholungsmöglichkeit.

 

Im oberen Gebäudeteil ist eine klimatisierte VIP-Lounge mit zwei Dachterrassen untergebracht, die den Privatpatienten und ihren Besuchern ein gemeinsames Beisammensein in einem außergewöhnlichen Ambiente hoch über den Dächern von Dortmund ermöglicht. Mobiliar, Gestaltung, Accessoires und ein Aquarium schaffen eine wohnliche Umgebung, die vergessen lässt, dass man sich im Krankenhaus befindet. Auf einer großen Leinwand können auch Fußballspiele übertragen werden. Mahlzeiten können sowohl in der VIP-Lounge als auch auf den Zimmern eingenommen werden. Das Speise- und Getränkeangebot ist hochwertig erweitert. Nachmittags lädt ein Kuchenbüffet zur Selbstbedienung ein.

 

Den Patienten steht ein eigenständiges Service-Team mit ausgebildeten und berufserfahrenen Hotelfachkräften zur Seite. Über ein Servicetelefon können an jedem Tag im Jahr zwischen 7:00 Uhr und 20:00 Uhr alle Service- und Wunschleistungen angefordert werden, die in einem Hotel üblich sind.

 

„Bei uns wird der Patient wie ein Hotelgast behandelt“, betont die Leiterin des Service-Teams. „Unser Maßstab ist der Qualitätsstandard eines modernen Fünf-Sterne-Hotels. Wir versuchen jedem Patienten seine Wünsche zu erfüllen. Geht nicht, gibt’s nicht“ Neu eintreffende Patienten werden in der zentralen Aufnahmeabteilung in Empfang genommen und in ihr deluxe-Patientenzimmer begleitet. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erklären ihnen alles, was sie für ihren Aufenthalt in LUKAS deluxe wissen müssen.

Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein

Stationäre Schmerztherapie

(04.09.2015) Seit Anfang des Jahres bietet das St. Rochus-Hospital eine stationäre multimodale Behandlung an. Das Angebot wendet sich an Patienten, die seit Jahren unter chronischen Schmerzen leiden und im ambulanten Bereich keine erfolgreiche Therapie finden können.

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"Chronische Schmerzen, die mit den gängigen Methoden nicht in den Griff zu bekommen sind, haben nicht eine, sondern eine Vielzahl von Ursachen", weiß Schmerztherapeut Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein. "Das macht es schwierig, den Betroffenen zu helfen. Mit Pauschaltherapien kann man da nicht viel erreichen."

Im Vordergrund der etwa anderthalb wöchigen stationären Behandlung steht das Bemühen, die Schmerzsituation für die Patienten so zu verbessern, dass sie in ihrem Alltag damit zurechtkommen können. Ein eingespieltes Team von Experten analysiert das komplizierte Gemisch biologischer, psychischer und sozialer Ursachen, das letztendlich in seiner Gesamtheit für die Beschwerden verantwortlich ist. In einer Schmerzkonferenz wird gemeinsam über Maßnahmen beraten, die dem Betroffenen einen erträglichen Umgang mit seinen Schmerzen ermöglichen sollen.

"Wir bieten ein komprimiertes, aktivierendes Programm, bei dem wir uns am subjektiven Schmerzempfinden des Patienten orientieren" erläutert Dr. Schaffstein. "Auch Menschen ohne organischen oder anatomischen Befund haben ein Recht in ihrem Leidensdruck ernstgenommen zu werden und Hilfe zu erhalten."

Die begrenzte Zeit des stationären Aufenthaltes ist eine Chance für chronische Schmerzpatienten, für sich Wege zu finden, wie sie eigene Lebensqualität zurückgewinnen können. "Dabei unterstützen wir sie", verspricht Dr. Schaffstein. "Der Erfolg hängt sehr davon ab, wie die Betroffenen die angebotenen Maßnahmen annehmen und nach dem Krankenhauaufenthalt weiterführen. Letztlich bieten wir Hilfe zur Selbsthilfe. Wer die Chance nutzt, wird danach besser zurechtkommen."

Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt

Knochenumstellung verzögert Prothesenbedarf

(01.09.2015) „Neue Operationsverfahren können alten Methoden zu einer Renaissance verhelfen“, sagt Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt vom Katholischen Krankenhaus Dortmund-West. „Wenn wir heute zum Beispiel O-Beine korrigieren, um schmerzende Gelenke zu entlasten, können wir mit winkelstabilen Platten dafür sorgen, dass die Patienten schnell wieder auf die Beine kommen. Eine Prothese bleibt ihnen damit vorerst erspart.“

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In Zeiten, als Prothesen für Knie- und Hüftgelenke noch nicht so zuverlässig eingebaut werden konnten wie heute, waren Knochenumstellungen eine gute Methode, um den Patienten wiederholte Operationen wegen gelockerter Prothesen zu ersparen. Der Nachteil dieser Vorgehensweise bestand darin, dass die Genesung bis zur vollen Belastbarkeit sehr viel Zeit und Geduld in Anspruch nahm. Deshalb hat dieses Verfahren im Zuge der Optimierung der Haltbarkeit von Endoprothesen immer mehr an Bedeutung verloren.

„Heute stehen wir in der Situation, dass die Menschen immer älter werden“, erklärt Dr. Schmidt. „Das führt dazu, dass selbst 20 Jahre Haltbarkeit in vielen Fällen nicht mehr für einen lebenslangen Gelenkersatz ausreichen. Die Orthopäden würden deshalb vor allem Patienten unter 60 Jahren gerne wieder die operative Korrektur von Fehlstellungen anbieten, um die Prothesenversorgung hinauszuzögern oder vielleicht sogar ganz zu vermeiden. Wir können heute Knochenumstellungen mit Hilfe von winkelstabilen Platten so fixieren, dass die Patienten ihre Beine nach einer akzeptablen Genesungszeit schnell wieder voll belasten können.“

Fehlstellungen der Beine führen zu einer einseitigen Belastung der Gelenke, insbesondere des Knies, aber auch der Hüfte. Auf die Dauer leiden die Betroffenen unter Verschleißerscheinungen und damit einhergehenden Schmerzen. Wenn die Gelenkschädigungen noch nicht sehr weit fortgeschritten sind, kann die abgenutzte Seite saniert und durch eine Knochenumstellung entlastet werden. Den zu erwartenden Effekt können Betroffene übrigens bereits im Vorfeld simulieren. „Wer bei Gelenkbeschwerden das betroffene Bein mit Gehstützen nur teilbelastet und dabei schmerzfrei wird, dem kann in der Regel durch eine Umstellung geholfen werden“, versichert Dr. Schmidt.

Knochenumstellungen gehören zum Alltagsgeschäft der Orthopäden am Kirchlinder Krankenhaus. Allerdings gilt ihre Aufmerksamkeit meistens nicht den großen Beinknochen, sondern eher den Knochen des Mittelfußes. Vorfuß-Deformationen sind im Alter ein verbreitetes Leiden. Nach einer gelenk- und funktionserhaltenden Ausrichtung der Knochen können die Patienten mit speziellen Schuhen schon nach wenigen Tagen beschwerdearm laufen.

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner
Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

Regenerationskünstler Leber

(03.08.2015) Die Leber ist ein sehr großes Organ, das gut nachwächst, wenn Teile davon entfernt werden. "Das bedeutet, dass wir erkrankte Teile des ansonsten gesunden Organs entfernen können, ohne dass dauerhafte Funktionsstörungen eintreten", sagt Chefarzt Dr. Hinrich Böhner vom St. Rochus-Hospital.

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Als Chirurg behandelt er gut- und bösartige Erkrankungen der Leber mit schonenden operativen Verfahren. "Die Lebereingriffe sind ein sehr gutes Beispiel für die eingespielte Zusammenarbeit verschiedener ärztlicher Fachrichtungen am OP-Tisch", erklärt er. "Die Chirurgen werden dabei von den Internisten unterstützt, die während des Eingriffs Ultraschalluntersuchungen durchführen. So wissen wir sicher, wo sich Blutgefäße verstecken und können Blutungen vermeiden. Außerdem können wir zum Beispiel bei Lebermetastasen genau feststellen, welche Gewebeteile betroffen sind und entfernt werden müssen."


Lebermetastasen können heute erfolgreich behandelt werden. Dazu trägt die optimierte Zusammenarbeit aller beteiligten Fachrichtungen bei. Am St. Rochus-Hospital werden alle Krebsfälle in der Tumorkonferenz gemeinsam besprochen. Hier wird auch festgelegt, in welchen Fällen sich die Heilungschancen eines Patienten durch eine vor- und nachgeschaltete Chemotherapie verbessern lassen. "Gerade bei Lebermetasten können die einzelnen Geschwulste auf diese Weise vor der Operation verkleinert und anschließend besser und zuverlässiger entfernt werden", betont Dr. Böhner.


Am St. Rochus-Hospital können die verschiedenen Veränderungen der Leber mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) sehr genau untersucht werden. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um auch für komplizierte Fällen die richtige Therapie zu finden.

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner
Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

Neue Optionen beim Magenkarzinom

(03.07.2015) "Magenkrebs ist nach wie vor eine häufige Erkrankung", sagt Dr. Chefarzt Dr. Hinrich Böhner vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 9000 Männer und mehr als 6000 Frauen. Die interdisziplinäre Behandlung nach professionellen Standards der Krebstherapie eröffnet dem Chirurgen neue Therapiemöglichkeiten.

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"Wir behandeln Patienten mit Magenkrebs nach denselben Regeln, die im Rahmen unseres Darmzentrums Darmkrebspatienten zugutekommen", versichert der Chefarzt. Das bedeutet, jeder Fall wird in der Tumorkonferenz von Radiologen, Internisten, Onkologen und Chirurgen beraten. Auf dieser Basis können selbst fortgeschrittene Tumoren mit vor- und nachgeschalteter Chemotherapie operiert werden, solange sie nicht mit dem Bauchfell verwachsen sind.


"Für die meisten Patienten ist dies ein gutes Verfahren, das auch langfristig positive Resultate ermöglicht", bestätigt Dr. Böhner. Magenkrebs gehört leider zu den Krebserkrankungen, die je nach Lage oft erst Beschwerden machen, wenn der Tumor eine gewisse Größe überschreitet. Wichtig ist in enger Zusammenarbeit mit Radiologen und Internisten sicherzustellen, dass wirklich ein Krebs vorliegt und nicht etwa ein Magengeschwür.


"Ohne Operation gibt es keine Heilung", betont Dr. Böhner. Ziel ist es immer, den Krebs einschließlich der beeinträchtigten Lymphknoten vollständig zu entfernen. So weit wie möglich werden dabei Magenteile erhalten. Aber auch ohne Magen kann der Mensch gut leben, wenn er sich von drei täglichen Mahlzeiten auf viele kleine über den ganzen Tag einstellt. Auch sehr alte Menschen können von der Operation profitieren, selbst wenn ihnen die Ernährungsumstellung oft schwer fällt.

Susanne Kowalski
Susanne Kowalski

Stomatherapeutin kennt alle Sorgen

(13.07.2015) Schwere Darmerkrankungen sind heute oft gut behandelbar. In speziell gelagerten Fällen müssen die Patienten für ihr Wohlergehen jedoch therapiebedingte Einschränkungen in Kauf nehmen. Dann sorgt qualifiziertes Personal für eine Versorgung mit Hilfsmitteln, die ein weitgehend normales Leben erlauben.

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"Der künstliche Darmausgang kann heute so an die Lebensumstände angepasst werden, dass die Betroffenen damit ohne große Bedenken ins Schwimmbecken, in die Sauna oder auf Reisen gehen können", versichert die Stomatherapeutin vom St. Rochus-Hospital, Susanne Kowalski. Sie kümmert sich um die Patienten, bei denen der natürliche Darmausgang wegen einer ernsthaften Erkrankung vorrübergehend  nicht erhalten werden kann. Dafür hat sie - zusätzlich zu ihrer dreijährigen Krankenpflegeausbildung - eine zweijährige Weiterbildung zur Pflegeexpertin Stoma, Wunde, Kontinenz absolviert.

Zu ihren Aufgaben gehört es, die Patienten über den Umgang mit dem künstlichen Darmausgang zu beraten. Sie sorgt in jedem Einzelfall für geeignete Materialien und Hilfsmittel und bespricht mit dem Betroffenen, wie die Versorgung am besten angelegt werden sollte. Abgesehen von medizinischen Notwendigkeiten, wird immer versucht, eine optimale individuelle Lösung zu finden.

Das St. Rochus-Hospital gewährleistet als zertifiziertes Darmzentrum eine Rund-um-Versorgung von Patienten mit chronischen oder bösartigen Darmerkrankungen. "Dazu gehört es" so die Stomatherapeutin, die Patienten gut auf das Leben mit einem Handicap vorzubereiten." Als feste Ansprechpartnerin gelingt es ihr im engen Kontakt mit der Selbsthilfegruppe ILCO auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, so dass niemand mit seinen Sorgen und Nöten alleine dasteht.

Stomatherapeutin Carola Josek
Stomatherapeutin Carola Josek

Individuelle Beratung für einen sorgenfreien Alltag

(13.07.2015) Die examinierte Pflegeexpertin für Stomatherapie am Kath. Krankenhaus Dortmund-West, Carola Josek, kümmert sich um Patienten, bei denen aufgrund einer schweren Darmerkrankung der natürliche Darmausgang vorrübergehend nicht erhalten bleiben kann.

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"Ich gehe zu den Patienten und informiere und berate sie", erklärt die Stomatherapeutin, die als feste Ansprechpartnerin immer bereit steht, wenn die Betroffenen ihre Hilfe und Unterstützung benötigen. "Wir können heute die Versorgung mit Hilfsmitteln ganz individuell an die Bedürfnisse des Einzelnen anpassen, so dass im Grunde nichts dagegen spricht, trotz Handicap zu reisen, ins Schwimmbad zu gehen oder die Sauna zu besuchen."

Im Rahmen der Rund-um-Versorgung im zertifizierten Darmzentrum am Kirchlinder Krankenhaus werden Patienten über den ganzen Verlauf ihrer Erkrankung betreut. Hier lernen Menschen, die im Zuge ihrer Behandlung Einschränkungen hinnehmen müssen, wie sie dennoch in ihrem Alltag gut zurechtkommen, so dass ihnen ein weitgehend normales Leben ermöglicht wird.

Auch nach der stationären Behandlung hat Carola Josek immer noch ein offenes Ohr für ihre Patienten. Gerne gibt sie weiterhin Tipps für geeignete Hilfsmittel und vermittelt in die ambulante Weiterversorgung. Schon vor dem operativen Eingriff bespricht sie mit dem Patienten, welche individuelle Versorgungsform für ihn am besten passt und wie genau sie am geschicktesten angelegt werden kann. Es geht immer darum, für den Patienten die individuelle Lösung zu finden, die für ihn optimal funktioniert und ihm den größten Spielraum für sein alltägliches Leben bietet.

Chefarzt Dr. med. Ralf Kötter
Chefarzt Dr. med. Ralf Kötter

Diabetestherapie im Akutkrankenhaus

(16.06.2015) „Ein Viertel der über 75-Jährigen haben mittlerweile einen Diabetes mellitus. Der 50. Jahreskongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) hat deshalb in diesem Jahr das Augenmerk auch auf ältere Menschen mit Diabetes gerichtet, die vielfach erkrankt und in ihren Funktionen eingeschränkt sind. Gerade diese Patienten benötigen aufgrund der Vielzahl der Begleiterkrankungen spezielle Betreuungskonzepte, die wir im Kirchlinder Krankenhaus umsetzen“, berichtet der Diabetologe Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West.

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Die Therapie des Diabetes mellitus – der Zuckerkrankheit – wird immer komplexer. Die Diabetologen berücksichtigen in weit größerem Maße als früher die Gesamtsituation des einzelnen Patienten. Neue Medikamente erlauben individuell abgestimmte Behandlungen, die nachhaltigen Erfolg versprechen und Risiken wie Unterzuckerungen, Herzprobleme, Nervenschädigungen oder Nierenversagen besser kontrollierbar machen.

„Innovative Therapien erfordern allerdings auch zunehmend spezielle Kenntnisse für ihre Anwendung“, betont Dr. Kötter. Ständige Qualifikation und Fortbildung sind für diabetologisch tätige Ärzte unabdingbar. Das Kath. Krankenhaus Dortmund-West ist zurzeit dabei, seine hohe Kompetenz im Umgang mit Diabetes-Patienten durch die Zertifizierung „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ zu dokumentieren. „Die Voraussetzungen dafür sind erfüllt, der Antrag ist gestellt“, erklärt der Diabetologe.

Die Kirchlinder Klinik ist besonders darauf eingestellt, Patienten, die mit der Begleiterkrankung Diabetes kommen, in allen Abteilungen des Hauses zu versorgen. Dafür steht mit Chefarzt Dr. Kötter ein von der DDG ausgewiesener Experte zur Verfügung. Neben der Diabetesberaterin achten auf jeder Station zwei speziell fortgebildete Krankenschwestern auf die betroffenen Patienten.

Das Foto zeigt das Hebammen-Team im Kreißsaal. Fotograph: Ekkehart Reinsch.
Das Foto zeigt das Hebammen-Team im Kreißsaal. Fotograph: Ekkehart Reinsch.

Ein Jahr Fußballfieber im Kreißsaal

(01.06.2015) Neuer, Ronaldo, Messi und Müller – in der Geburtshilfe am St. Rochus-Hospital sorgt eine wandfüllende Hommage an die Helden der WM 2014 für entspannte Stimmung. Die Fußball-Lounge steht als wohnlicher Überbrückungsbereich beispielhaft für das moderne Konzept der Entbindungsstation an der Castroper Klinik.

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„Das Fußballfieber der WM 2014 hat sich im Frühjahr bei uns bemerkbar gemacht“, berichtet Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer. „Mit mehr als 60 Geburten hatten wir so viele Entbindungen wie noch nie zuvor im einem Monat März. Ich weiß nicht, ob unser großformatiges Wandbild in der Fußball-Lounge dazu beigetragen hat, aber Namen wie Mats und Phil erfreuen sich zurzeit großer Beliebtheit.“

Vor einem Jahr sind die Kreißsäle am St. Rochus-Hospital komplett umgestaltet worden. Es gibt jetzt drei Kreißsäle, die großzügig angelegt und durch das gläserne Kuppeldach im Foyer von Licht durchflutet werden. Die Ausstattung ist bewusst  wohnlich angelegt. Die Einrichtung ist in jedem Raum anders und orientiert sich jeweils an einem der Elemente Erde, Feuer oder Wasser. Hier kann jede Schwangere ein Umfeld wählen, das zu ihr passt.

Nach diesem ersten Jahr in den neuen Räumlichkeiten zieht Dr. Glaßmeyer eine positive Bilanz: „Die Geburtenzahlen sind deutlich gestiegen. Wir verfügen jetzt neben den Kreißsälen über weitere Funktionsräume. Alle Vorgänge auf der Entbindungsstation verlaufen in entspannter Atmosphäre für die werdenden Eltern und die sie betreuenden Hebammen. Wir haben genügend Platz, um eine Privatsphäre rund um die Geburt zu schaffen.“

Das großflächige Wandbild in der Fußball-Lounge ist übrigens ein Unikat, das von Bochumer Sprayern im Auftrag der Geburtshilfe-Abteilung geschaffen wurde. Bier gibt es hier leider nicht, aber für Getränke ist gesorgt und ein Flachbildfernseher überbrückt die Zeit mit aktuellen Fußballspielen, bis die Wehen einsetzen.