Pressemeldungen

Das Foto zeigt OA Dr. Marco Sträter

Schnell auf die Beine nach Hüft-OP

(15.02.2016) Gangunsicherheit und Schwindel sind Altersleiden, mit denen viele Senioren leben müssen. Die Gefahr, zu stürzen, ist groß. Schnell ist etwas gebrochen, meist im Bereich der Hüfte. „Schlimmer noch als der Bruch selbst ist es, wenn die Leute dann ans Liegen kommen“, sagt Dr. Marco Sträter, der Bereichsleiter der Unfallchirurgie am Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Frühmobilisation hat bei uns nach der Operation die oberste Priorität, damit gerade ältere Menschen rasch wieder auf die Beine kommen.“

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Am besten ist es, wenn die Patienten gleich am ersten Tag nach der Operation unter Vollbelastung aufstehen können. „Das ist in vielen Fällen sehr gut möglich“, betont Dr. Sträter. Denn in der überwiegenden Anzahl der Fälle liegt eine Schenkelhalsfraktur oder ein hüftgelenknaher Bruch des Oberschenkelknochens vor. Wenn der Schenkelhals gebrochen ist, kann in der Regel eine sogenannte Halbprothese eingesetzt werden, deren Schaft einzementiert wird. Wenn der Oberschenkelknochen in der Nähe des Schenkelhalses gebrochen ist, wird der Knochen mit einem speziellen Nagelsystem fixiert, das die Druckbelastung beim Stehen und Gehen auffängt.

„Die Patienten erhalten ausreichend Schmerzmittel, so dass sie ihrem Zustand entsprechend an Unterarmgehstützen oder mit Unterstützung anderer Gehhilfen das Laufen unter Vollbelastung trainieren können“, erklärt der Bereichsleiter. „Wir Ärzte stehen in engem Kontakt mit den Physiotherapeuten, die mit ihrer Erfahrung sehr genau wissen, wo die Möglichkeiten und Grenzen des Patienten liegen.“

Hüftoperationen werden möglichst zeitnah durchgeführt, damit gerade ältere Menschen möglichst wenig von ihrer Mobilität einbüßen. Im Anschluss an die Akutversorgung organisiert das Krankenhaus eine Komplexrehabilitation, in der die Patienten wieder für ihren Alltag fit gemacht werden. „Wir kooperieren mit umliegenden Kliniken, die solche Reha-Maßnahmen anbieten“, sagt Dr. Sträter. „Der schnelle Übergang ist uns wichtig, damit unsere Patienten ihre Unabhängigkeit aufrecht erhalten können und nicht in eine Situation geraten, in der sie auf Pflege angewiesen sind.“

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

Durchblutungsstörung der Beine

(01.02.2016) Schmerzen beim Gehen sind das typische Symptom einer fortgeschrittenen Durchblutungsstörung der Beine. Doch etwa zwei Drittel der Betroffenen – vor allem Diabetes-Patienten – zeigen diese Symptomatik überhaupt nicht. Deshalb, so warnt der Chefarzt Dr. Hinrich Böhner von der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am St. Rochus-Hospital, wird die oft folgenreiche Erkrankung häufig erst sehr spät erkannt.

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„Ursache der Durchblutungsstörung ist die Verkalkung der Schlagadern, die sich bei jedem sechsten Bürger im Laufe des Lebens einstellt und mit zunehmendem Alter voranschreitet“, erklärt der Gefäßspezialist. „Besonders betroffen sind Raucher mit gesundheitsgefährdenden Werten beim Blutzucker, bei den Blutfetten oder beim Blutdruck. Diese Patienten leiden in der Regel gleichzeitig unter Veränderungen der Herzkranzgefäße und der Halsschlagadern. Deshalb sind Herzinfarkt und Schlaganfall häufige zum Tode führende Komplikationen der Durchblutungsstörung in den Beinen.“

Die Verkalkung der arteriellen Blutgefäße führt zu Engstellen und auf die Dauer zum Versiegen der Blutversorgung in den betroffenen Geweben. In den Beinen äußert sich dies oft zunächst mit Einschränkungen beim Gehen, schließlich mit Ruheschmerzen und am Ende durch absterbendes Gewebe und offene Wunden. Dann droht Fuß- oder gar Beinverlust.

„Die Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit erfordert ein schlüssiges Gesamtkonzept, das mit dem Patienten und verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abgestimmt werden sollte“, erläutert Dr. Böhner. „Eine Heilung ist nicht möglich, aber die Verschlechterung der Situation kann erheblich hinausgezögert werden. Ziel ist immer der Beinerhalt, die Aufrechterhaltung der Selbstständigkeit und die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit. An erster Stelle der Maßnahmen stehen medikamentöse Therapien zur Einstellung von Blutzucker, Blutfetten und Blutdruck sowie der Verzicht auf das Rauchen, gefolgt von einem Gehtraining. Allein dadurch können viele Patienten über lange Zeit stabilisiert werden.“

Wenn all dies nicht mehr zum Erfolg führt, sind interventionelle Eingriffe zur Aufdehnung oder Stabilisierung der Blutgefäße oder operative Maßnahmen zur Ausschälung oder Umgehung der Engstellen nicht zu vermeiden. Kompliziert wird es, wenn der Extremitätenverlust droht. „In Kooperation mit den Spezialisten der im Februar an den Start gehenden neuen Klinik für Plastische Chirurgie am St. Rochus-Hospital können wir diesen Patienten demnächst neue Möglichkeiten der Versorgung anbieten“, erklärt Dr. Böhner. „Amputationen können vermieden werden, wenn der Gefäßchirurg das betroffene Gewebe entfernt, die Durchblutung sicherstellt und der Plastische Chirurg anschließend die Wunde durch Gewebetransplantation wieder verschließt.“

Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke
Das Foto zeigt Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke

Vorhofflimmern - Herzrhythmusstörung Nummer Eins

(18.01.2016) „Einer von 50 Deutschen leidet unter Vorhofflimmern“, sagt Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Allerdings nimmt die Häufigkeit der Erkrankung mit dem Alter deutlich zu und nicht jeder weiß, dass er betroffen ist.“

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In das Kirchlinder Krankenhaus kommen Patienten mit Beschwerden, deren Ursache genauer abgeklärt werden soll. Manchmal wird das Vorhofflimmern durch andere Erkrankungen wie zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Herzklappenerkrankung ausgelöst. Begleiterkrankungen können die Situation vor allem bei älteren Menschen komplizierter machen. Die Entscheidung über die richtige Therapie hängt von vielen Faktoren ab und muss in jedem Einzelfall sorgfältig abgewogen werden.

„Das Vorhofflimmern ist meistens keine akut lebensbedrohliche Erkrankung“, erläutert der Kardiologe, „aber es ist zum einen ein wichtiger Risikofaktor für einen Schlaganfall und zum anderen können begleitende oder auslösende Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen und andere Herzerkrankungen maßgeblich die Gesundheit beeinträchtigen.“

Vorhofflimmern schränkt die Herzleistung mehr oder weniger stark ein. Es muss nicht in jedem Fall behandelt werden. Akute Anfälle können vor allem bei jüngeren Patienten oft zunächst erfolgreich durch eine Kardioversion behoben werden. Dabei wird das Herz durch einen Elektroschock in Kurzzeitnarkose gewissermaßen resettet. Wenn dies nicht anschlägt oder nur vorübergehenden Erfolg hat, gibt es verschiedene Therapieoptionen, deren Vor- und Nachteile genau bedacht sein müssen.

Die Patienten können darüber hinaus selbst einiges tun, um ihre Rhythmusstörung in den Griff zu bekommen. Dr. Nitschke rät zu Sport und Gewichtsregulation: „Allein diese beiden Maßnahmen zeigen bei konsequenter Anwendung oft fast denselben Effekt wie Medikamente.“

Das Foto zeigt Dr. Klaus Schmidt

Auf dem Weg zum Endoprothesenzentrum

(08.01.2016) 1980 wurde eine orthopädische Abteilung mit 48 Betten im Katholischen Krankenhaus Dortmund-West eingerichtet. Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, die heute auf über 80 Betten angewachsen ist, nimmt ihr 35-jähriges Jubiläum zum Anlass für eine Vortragsveranstaltung mit anschließender Fragestunde. Am 13.01.2016 informiert Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt über aktuelle Entwicklungen bei der Versorgung mit Knie- und Hüftprothesen.

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Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Katholischen Krankenhaus Dortmund-West ist seit vielen Jahren eine der ersten Adressen für die qualitativ hochwertige Versorgung der Bürger in Dortmund und Umgebung mit Endoprothesen an den großen Gelenken von Hüfte, Knie, Schulter und Ellenbogen sowie am Sprunggelenk. Die Zertifizierung als Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung ist in die Wege geleitet.

Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt wird in seinem Vortrag auf neue Materialien für Hüftprothesen eingehen, die verschleißärmer sind und längere Haltbarkeit versprechen. Die Eingriffe an der Hüfte können heute in der Regel mit vergleichsweise kleinen Schnitten so durchgeführt werden, dass sie Muskulatur und Sehnenapparat möglichst wenig beeinträchtigen. Zunehmend kommen Systeme zum Einsatz, die zementfrei montiert werden und trotzdem schnell belastbar sind.

Auch im Bereich der Knieprothesen gibt es Neuentwicklungen bei den Materialien, die allergische Reaktionen des Körpers minimieren. Für den Oberflächenersatz werden heute baukastenartige Systeme angeboten, die an den individuellen Behandlungsbedarf angepasst werden können. Das erlaubt es, die natürlichen Haltefunktionen von Muskeln und Sehnen so weitgehend wie möglich zu erhalten. Teilprothesen beschränken den Ersatz auf die betroffenen Knochenanteile und in bestimmten Fällen können individuell angepasste Prothesen den montagebedingten Knochenverlust weiter einschränken.

Nach dem Vortrag stehen PD Dr. Schmidt und seine Kollegen für Fragen zur Verfügung. Einzelheiten können anhand von anatomischen Modellen erläutert werden und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Das Foto zeigt Dr. Michael Glaßmeyer

Macht Brustkrebs-Screening wirklich Sinn?

(08.01.2016) Zum 16. Mal lädt Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer vom St. Rochus-Hospital seine Fachkollegen ein, um sich am 20.01.2016 im Hotel Schloss Goldschmieding über Streitfragen zum Thema Brustkrebs auszutauschen. Im Fokus steht diesmal die Diskussion um Sinn und Unsinn des Brustkrebs-Screening-Programms.

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Im Alter zwischen 50 und 70 Jahren werden Frauen von ihren Krankenkassen angeschrieben, auf die Brustkrebsrisiken hingewiesen und zu einem Mammographie-Termin beim Radiologen eingeladen. Dort erwartet sie eine Fachangestellte, die die Untersuchung durchführt. Einen Arztkontakt gibt es nicht. Später erhalten sie dann schriftlich eine Befundmitteilung. Diese anonyme Art stößt bei nicht wenigen Frauen auf Ablehnung, meint Dr. Glaßmeyer und plädiert dafür, die Brustkrebsvorsorge wie früher wieder in die Hand der Frauenärzte zu legen.

„Das Problem ist, dass die Frauen mögliche Befunde überhaupt nicht einschätzen können“, erläutert der Brustkrebs-Experte, der mit seiner Klinik Mitglied im Westdeutschen Brustzentrum ist. „Bei Auffälligkeiten werden sie ohne weitere Erläuterung zu einer Kontrolluntersuchung eingeladen, die erst Wochen später terminiert ist. In der Zwischenzeit bleiben sie mit ihren Sorgen und Ängsten vielfach sich selbst überlassen. In vielen Fällen ergibt die Nachuntersuchung dann eine Entwarnung, Manchmal werden weitere Untersuchungen mit erneuter Wartezeit erforderlich. Im Screening werden Tumore gefunden, die zu Lebzeiten nicht auffällig geworden wären. Es werden Therapien durchgeführt, die ohne Vorteile für die Behandelten sind (Übertherapien) und im Verhältnis dazu eine geringe Senkung der Brustkrebssterblichkeit bedeuten.

Natürlich gibt es Studien, die eine Senkung der Gesamtsterblichkeit bei Brustkrebs erwarten lassen, wenn genügend anspruchsberechtigte Frauen mammographiert werden. So kommt eine aktuelle Studie aus Holland zu einem günstigen Ergebnis für das Mammographie-Screening. Auf Basis positiver Daten ist das Screening-Programm ja überhaupt erst eingeführt worden. Der Leiter des örtlichen Mammographie-Programms, der renommierte Radiologe Prof. Dr. Detlef Uhlenbrock, wird auf dem Symposium die Vorteile der Reihenuntersuchung im Kampf gegen die bösartige Tumorerkrankung darlegen. Dabei wird er auch Stellung zu der Frage nehmen müssen, ob die Erwartungen angesichts der niedrigen Teilnahmeraten in Deutschland tatsächlich erreicht werden können.

„Wir müssen uns ernsthaft fragen“, so Dr. Glaßmeyer, „ob es nicht besser wäre, für eine betreute und begleitete Brustkrebsvorsorge beim Frauenarzt zu werben. Die Mammographie stünde als ein Baustein einer an den Bedarf angepassten Stufendiagnostik. Vielen Frauen bliebe es erspart, umsonst in Angst und Schrecken versetzt zu werden. Und wir sollten auch Frauen unter 50 Jahre und Frauen über 70 Jahre, die das wünschen, in die Vorsorge einbeziehen.“

Das Foto zeigt CA PD Dr. Klaus Schmidt

Schulterbeschwerden?

(02.12.2015) „Viele Schulterprobleme entstehen, wenn das untrainierte Gelenk überbelastet wird, sei es beim Sport, sei es im Rahmen eines Umzugs oder einer anderen ungewohnten Tätigkeit“, sagt Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt vom Katholischen Krankenhaus Dortmund-West. „Wenn die konservative Behandlung mit Krankengymnastik und Spritzen nicht zu Beschwerdefreiheit führt, kann den Patienten oft mit einem kleinen endoskopischen Eingriff geholfen werden.“

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Gelenke bestehen in der Regel aus einer Pfanne, in der eine drehbare Kugel gelagert ist. Beim Schultergelenk ist diese Anordnung aufgrund der großen Anforderungen an die Beweglichkeit ziemlich kompliziert. Die Pfanne sitzt am Ende des Schlüsselbeins, die Gelenkkugel am Oberarmkopf. Für die genaue Ausrichtung von Kopf und Pfanne wird eine Haltemuskulatur benötigt, die das Ausrenken verhindert. Schulterschmerzen entstehen oftmals in der Gleitschicht zwischen der Pfanne und der darunterliegenden Muskelmanschette, die den Oberarmkopf umfasst.

„Hier kommt es gerne zu Reizzuständen, in deren Verlauf sich der Schleimbeutel entzünden oder ein Muskel verklemmen, einreißen oder anschwellen kann“, erklärt der Chef der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Über kleine Schnitte können wir in solchen Fällen entzündetes Gewebe endoskopisch entfernen, den Muskel nähen oder ihm mehr Platz im Gelenkzwischenraum verschaffen. Diese Verfahren versprechen den Patienten nach oft wochenlanger Plage schnelle Linderung.“

In der Kirchlinder Klinik werden darüber hinaus Verschleißerkrankungen und unfallbedingte Verletzungen der Schulter behandelt. Das Spektrum der Methoden reicht von winkelstabilen Platten zur Versorgung von Brüchen über Oberflächenersatz bis zu Vollprothesen. Für ältere Patienten kann ein Gelenkumbau zu einem sogenannten inversen Schultergelenk angeboten werden. Dabei werden die Positionen von Pfanne und Gelenkkugel vertauscht, mit dem Vorteil, dass das Gelenk unabhängig von der Haltemuskulatur und schnell wieder gängig und belastbar wird.

„Für Schulterbehandlungen müssen ansonsten gesunde Patienten keinen langen Krankenhausaufenthalt einplanen“, versichert Dr. Schmidt. „Abgesehen von bestimmten Einschränkungen im Einzelfall können schon nach wenigen Tagen leichte Tätigkeiten wieder aufgenommen werden. Sehr wichtig für die Wiedererlangung der vollen Funktionsweise ist eine gute Nachbehandlung.“

Die Bilder zeigen CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Hinrich Böhner.
Die Bilder zeigen CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Hinrich Böhner.

Darmdivertikel

(12.11.2015) „Divertikel sind Ausstülpungen der Dickdarmwand, die sich entzünden oder bluten und schmerzhafte Beschwerden hervorrufen können“, erläutert der Gastroenterologe Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Katholischen Krankenhaus Dortmund-West. „Weil nach Abklingen eines Erkrankungsschubs jederzeit erneut Beschwerden oder Komplikationen auftreten können, muss individuell erwogen werden, ob dem Patienten eine Operation zu empfehlen ist.“

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„Die Erkrankung ist in Deutschland relativ weit verbreitet“, ergänzt der Viszeralchirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner. „Von den rund 150 operativen Dickdarm-Eingriffen am Kath. Krankenhaus Dortmund-West fallen die Hälfte auf Divertikelbehandlungen. Mit zunehmendem Alter sind immer mehr Menschen betroffen, aber nicht jeder entwickelt Symptome. Unter den 80-Jährigen hat rund die Hälfte Divertikel, aber auch mehr als zehn Prozent der unter 50-Jährigen sind betroffen. Mein jüngster Patient war erst 28 Jahre alt.“

Divertikel entstehen an den „Schwachstellen“, wo Blutgefäße von außen in die Darmwand eintreten. „Wenn Stuhl mit sehr fester Konsistenz durch den Darm getrieben wird“, so die Erklärung von Dr. Kötter, „kann an diesen Stellen Schleimhaut und Bindegewebe nach außen gedrückt werden. Es entwickeln sich Ausstülpungen, die sogenannten Divertikel.“ Je nach Größe und Druckverhältnissen bilden sich in deren Wand Mikrorisse, durch die Bakterien in den Körper eindringen. Die Folge sind Blutungen oder Entzündungen. In komplizierten Fällen wachsen Verbindungen zu umliegenden Geweben und Organen. So kann zum Beispiel ein Durchbruch in die Blase entstehen. Gefährlich wird es, wenn sich das Bauchfell entzündet.

„Bei der Operation wird der betroffene Darmabschnitt über eine Bauchspiegelung entfernt", sagt Dr. Böhner. „Internisten und Chirurgen beraten gemeinsam mit dem Patienten über seine persönliche Risikosituation und geben einen entsprechenden Rat. Ob operiert wird, hängt natürlich auch stark von der Einstellung des Patienten ab. Manch einer ist bereit, weitere Beschwerdeschübe in Kauf zu nehmen. Eine Operation kann die Lebensqualität und die Sicherheit vor erneuten Beschwerden deutlich verbessern.“

Das Foto zeigt Chefarzt Dr. Bernhard van Boxem (re.) und Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein (li.).

Zehn Jahre Entwicklung der Schmerztherapie am St. Rochus-Hospital

(04.11.2015) Im Rahmen einer lokalen Fachtagung berichtete Oberarzt Dr. Wilhelm Schaffstein über die Entwicklung und den Ausbau der Schmerztherapie am St. Rochus-Hospital Castrop-Rauxel, mit deren Durchführung er vor zehn Jahren betraut wurde. Er übernahm damals eine ambulante Therapieeinrichtung, die wohl mit zu den ersten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland zählte, aber aufgrund der geltenden Rahmenbedingungen einen überschaubaren Umfang hatte. Seit 2005 gelang es, diesen Umfang stetig auszubauen und auch den stationären Bereich mit einzubeziehen.

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„Es zeigte sich sehr bald, dass in unserem Einzugsgebiet ein hoher Bedarf an schmerztherapeutischer Betreuung vorhanden war, der den Rahmen der zugestandenen Fallzahlen deutlich überstieg. Vor diesem Hintergrund konnte die Zahl der Therapien über die Jahre hinweg deutlich gesteigert werden“, erklärte der Schmerztherapeut im Rahmen einer kleinen Feierstunde anlässlich seines zehnjährigen schmerztherapeutischen Jubiläums am St. Rochus-Hospital.


In den letzten Jahren ist die Schmerztherapie dank der konsequenten Unterstützung von Chefarzt Dr. Bernhard van Boxem kontinuierlich ausgebaut worden. Heute gibt es eine offene interdisziplinäre Schmerzkonferenz, die regen Zuspruch bei den niedergelassenen Ärzten findet. Auf dem Gebiet der Kopfschmerzerkrankungen entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit mit der Kopfschmerzambulanz der Klinik für Neurologie am Knappschaftskrankenhaus Bergmannsheil in Bochum.


Seit Anfang des Jahres bietet das St. Rochus-Hospital eine stationäre multimodale Behandlung an. Sie wendet sich an Patienten, die seit Jahren unter chronischen Schmerzen leiden und im ambulanten Bereich keine erfolgreiche Therapie finden können. Dazu schuf die Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin des LWL-Universitätsklinikums Bochum eine wichtige Voraussetzung. In zwei Vorträgen von Prof. Dr. med. G. Juckel, Direktor der o. g. Klinik, und von Frau Mag. Meschke-Barth, schmerztherapeutische Psychotherapeutin dieser Einrichtung, wurden die Zusammenhänge zwischen Schmerzerkrankung, Psyche und den sich daraus ergebenden Therapieansätzen dargestellt.


"Wir führen ein komprimiertes, aktivierendes Programm durch, bei dem wir uns am subjektiven Schmerzempfinden des Patienten orientieren" erläutert Dr. Schaffstein. "Auch Menschen ohne organischen oder anatomischen Befund haben ein Recht in ihrem Leidensdruck ernstgenommen zu werden und Hilfe zu erhalten."

Das Foto zeigt OA Dr. Marco Sträter

Ballen- und Krallenzehe

(02.11.2015) Füße sind Kunstwerke der Natur. Mehr als zwei Dutzend Knochen und Gelenke mit spezialisierten Muskeln und Sehnen geben ihnen die nötige Stabilität und Beweglichkeit, mit der sie die ganze Last des Körpergewichtes abfangen. „Schwachstellen dieser komplizierten Architektur, die im Laufe des Lebens schmerzhafte Deformationen herbeiführen, können mit guten Erfolgsaussichten operativ korrigiert werden“, erklärt der Leitende Oberarzt Dr. Marco Sträter vom St. Rochus-Hospital.

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Es gibt erstaunlich viele Menschen, die mit verkrümmten Zehen und Schmerzen im Mittelfußbereich leben und aufgrund der Beschwerden Einschränkungen beim Gehen hinnehmen. Das muss nicht sein. Die moderne Fußchirurgie bietet heute Verfahren, Fehlstellungen ohne allzu großen Aufwand so zu korrigieren, dass der Fuß wieder problemlos funktioniert und kosmetisch einwandfrei vorgezeigt werden kann.

Wichtig ist dafür eine angemessene Diagnostik, die die Fehlfunktionen unter Belastung detailliert untersucht. Nur so können die Ursachen im komplizierten Aufbau des Fußes exakt bestimmt werden. Anhand dieser Informationen kann ein Facharzt wie Dr. Sträter mit seinen speziell erworbenen Kenntnissen und seinen Erfahrungen zielgerichtet bestimmte Knochen richten und stabilisieren. „Es kommt sehr darauf an, die Schwachstellen richtig zu erkennen und geeignet zu behandeln“, sagt der zertifizierte Fußchirurg. „Dann sind die langfristigen Erfolgsaussichten sehr gut.“

Fußdeformationen sind chronische Erkrankungen. Das bedeutet, sie werden schlimmer, wenn sie nicht behandelt werden. Betroffene sollten sich möglichst früh mit ihren Beschwerden einem Arzt anvertrauen. „Die Fußchirurgie hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte gemacht“, so Dr. Sträter. „Die Patienten sind im Allgemeinen mit den Ergebnissen der Operation sehr zufrieden. Die Beschwerdesymptome verbessern sich erheblich und der Fuß sieht wieder ganz normal aus.“

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner

6. Lukas-Gefäßtag

Einladung zur Vortragsveranstaltung mit Mitmachprogramm am 31.10.2015 von 11:00 bis 14:00 Uhr im Katholischen Krankenhaus Dortmund-West

(26.10.2015) Wie erkennt man einen Schlaganfall? Kann man ihn vermeiden? Welche Untersuchungen dienen der Vorsorge und welche Möglichkeiten bestehen, wenn ein Risikoverdacht vorliegt? All diese Themen sind Gegenstand der Vorträge und Mitmach-Aktionen am Lukas-Gefäßtag im Kirchlinder Krankenhaus. Von 11:00 bis 14:00 Uhr informieren die Ärzte vor Ort.

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„Im Fokus stehen diesmal die Halsschlagadern“, sagt der Chirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner. „denn für die Vermeidung eines Schlaganfalls ist die frühzeitige Entdeckung von Engstellen und gegebenenfalls deren Sanierung unabdingbar. Selbst wenn der Patient keine Beschwerden hat, lohnt sich unter Umständen eine vorbeugende Operation.“

Am Gefäßtag wartet ein abwechslungsreiches Programm auf die Bürger. Neben den Vorträgen gibt es Infostände und Messplätze, an denen die Durchblutung der Halsschlagadern und der Bauchaorta oder der Blutzucker bestimmt werden.

Am Info-Tag werden alle an der Diagnose und Behandlung von Gefäßerkrankungen beteiligten Fachbereiche Frage und Antwort stehen. Im Einzelnen berichten der Kardiologe Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke über Risikofaktoren und internistische Diagnoseverfahren, der Leiter der Radiologie Dr. Jörg Reinartz über Katheter-Verfahren und Chefarzt Dr. Hinrich Böhner über chirurgische Möglichkeiten. Für das leibliche Wohl während der Veranstaltung wird gesorgt.