Pressemeldungen

Dr. Hinrich Böhner und Dr. Christian Szymanski

Viszeralmedizin mit Blick für das Ganze

(14.11.2016) Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse stellen die Verdauungsenzyme bereit, die im Dünndarm benötigt werden. Erkrankungen dieser Organe sind oft komplex und nicht einfach auseinanderzuhalten. Deshalb kommt es darauf an, im Rahmen einer umfassenden Diagnostik die gesamte Organtrias im Auge zu haben.

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„Typische Symptome, die mit Krankheitsbildern von Leber, Gallenwegen und Bauchspeicheldrüse einhergehen, sind unklare Beschwerden im rechten Oberbauch, die in Richtung Schulter ausstrahlen können, eine Gelbfärbung der Haut, unklare Durchfälle, Appetitlosigkeit und ungeplanter Gewichtsverlust“, sagt Chefarzt Dr. Christian Szymanski von der Klinik für Innere Medizin am St. Rochus-Hospital. „Die niedergelassenen Kollegen stellen in der Regel Auffälligkeiten bei den Laborwerten und bei der Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes fest. Auch eine neu auftretende Zuckerkrankheit bedarf weiterer Abklärung. In all diesen Fällen kommen die Patienten zur detaillierten Diagnostik zu uns ins Krankenhaus.“

„Wir haben hier sowohl von der medizinischen Erfahrung als auch von der internistischen und operativen Ausstattung alle Möglichkeiten, um krankhafte Veränderungen zu erkennen und einer geeigneten Therapie zuzuführen“, ergänzt der Viszeralchirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner. Das Spektrum der Erkrankungen reicht von Steinleiden über Entzündungen bis hin zu Tumorerkrankungen. Wenn die Krankheiten akut oder bereits in einem fortgeschrittenen Stadium sind, können mehrere Organsystem zugleich in Mitleidenschaft gezogen sein.

„Unsere Stärke bei der Diagnostik und Therapie komplizierter und manchmal auch lebensbedrohlicher Erkrankungssituationen liegt in der engen Kooperation“, erläutert Dr. Szymanski. „Die gemeinsame Visite von Internisten und Chirurgen bei unklaren Bauchbeschwerden ist eine seit vielen Jahren mit großem Erfolg etablierte Institution.“ „Wir besprechen die Probleme mit unseren Patienten und entscheiden dann, welche Therapie im Einzelfall am besten geeignet ist.“

„In der Tumorkonferenz werden darüber hinaus Experten aus weiteren Spezialgebieten hinzugezogen, darunter die Kollegen aus der Onkologie und der Strahlentherapie, sowie gegebenenfalls die Chirurgen aus dem Pankreaszentrum der Lukas Gesellschaft“, sagt Dr. Böhner. Viele Krebsleiden können heute gut behandelt werden. Selbst wenn ein Krebs bereits Metastasen in der Leber gebildet hat, stehen Operationsmethoden zur Verfügung, die sich vielfach bewährt haben.

Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt

EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung

(08.11.2016) Die Fachklinik für Orthopädie und Rheumaorthopädie am Kat. Krankenhaus Dortmund-West ist am 23. August 2016 als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung zertifiziert worden. „Damit ist der Qualitätsstandard, den wir bereits jahrelang praktizieren, jetzt auch durch eine unabhängige Prüfungskommission offiziell bestätigt worden“, sagt Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Schmidt.

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PD Dr. Schmidt und sein Team setzen im Jahr 650 Endoprothesen an den großen Gelenken von Hüfte, Knie, Schulter und Ellenbogen sowie am Sprunggelenk ein. An einem Zentrum der Maximalversorgung werden sowohl primäre als auch Wechseloperationen durchgeführt. Das bedeutet, dass Kunstgelenkersatz auch bei höheren Schwierigkeitsgraden, bei stärkeren Deformitäten und Lockerungen von bereits vorhandenen Implantaten angeboten wird. Dabei kann durch Computerunterstützung eine höhere Genauigkeit des Einbaus erzielt werden.

In der orthopädischen Fachklinik kommen moderne Materialien zum Einsatz, die verschleißärmer sind und lange Haltbarkeit erwarten lassen. Neuentwicklungen bei den Materialien minimieren allergische Reaktionen des Körpers. Für spezielle Fälle kann auf die dreidimensionale Rekonstruktion der Gelenke am Computer zurückgegriffen werden. Auf dieser Basis können in enger Kooperation mit den entsprechenden Herstellern maßgefertigte Spezialimplantate angefertigt werden. Teilprothesen beschränken den Ersatz auf die betroffenen Knochenanteile und erlauben es, den Knochenverlust beim Protheseneinbau einzuschränken.

Die operativen Eingriffe können heute in der Regel mit vergleichsweise kleinen Schnitten so durchgeführt werden, dass sie Muskulatur und Sehnenapparat möglichst wenig beeinträchtigen. Die natürlichen Haltefunktionen von Muskeln und Sehnen bleiben so weitgehend erhalten. Zunehmend kommen Systeme zum Einsatz, die zementfrei eingesetzt werden und trotzdem schnell belastbar sind. Eine schnelle Mobilisation und die Wiederherstellung der Alltagskompetenz sind vordringliche Ziele. Im Regelfall dürfen die Patienten ihre Beine sofort voll belasten.

Diabetesberaterin Heike Nun-Bötzel
Diabetesberaterin Heike Nun-Bötzel

Ernährungsunterstützung auch für Diabetiker kein Problem

(02.11.2016) Vanille, Schoko, Erdbeere – die Palette der Ernährung unterstützenden Trinkangebote hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. „Wir setzen bewusst auf gut schmeckende Nahrungsergänzung, um die Lust der Patienten auf ausreichende Ernährung anzuregen“ sagt Sabrina Meder-Conrad von der Pflegedienstleitung am Kath. Krankenhaus Dortmund-West.

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Patienten, die aufgrund ihrer Beschwerden oder ihrer Lebenssituation nur eingeschränkt in der Lage sind, ausreichend Nahrung aufzunehmen, benötigen Hilfestellungen, damit ihr Körper gut versorgt wird. Das ist wichtig, nicht nur für das Wohlbefinden, sondern auch für Genesung und Wundheilung. Deshalb verordnen Ärzte bei Bedarf individuelle Ernährungspläne, die beispielsweise zusätzliche Kalorien, Eiweiß oder Ballaststoffe zuführen. Entsprechende Produkte werden von der Zentralapotheke bereitgestellt. Das Pflegepersonal ist geschult, um die Patienten angesichts der Vielfalt der unterschiedlichen zusätzlichen Ernährungsangebote gut beraten zu können.

Das ist auch gut so, denn der Körper kann durch den unerwarteten Nahrungsüberschuss überfordert werden. Betroffen sind insbesondere Diabetiker. Ein zusätzliches Kalorienangebot lässt ihren Blutzucker ansteigen. Die Diabetesberaterin Heike Nun-Bötzel hat diese Patienten besonders im Auge. Sie sorgt für die Anpassung der Insulindosis und berät die Patienten in Bezug auf ihre Ernährungssituation. Bei der Ersteinstellung auf Insulin schult sie die Patienten im Umgang mit dem Pen, dem Gerät zur Selbstversorgung mit dem zuckersenkenden Medikament.

„Dazu gehört natürlich auch die Blutzuckerselbstkontrolle“, sagt Heike Nun-Bötzel. „Leider können wir den Patienten aufgrund neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen keine Geräte mehr mit auf den Weg nach Hause geben. Aber wir haben selbstverständlich Modellgeräte, mit denen die Patienten die Technik erlernen und einüben können.“

Das Bild zeigt die Hygienefachkräfte Silvia Ruhland und Jasmin Kochanski sowie Chefarzt Dr. med. Hinrich Böhner.

Händedesinfektion: Wie man es richtig macht

(19.10.2016) Herbstzeit ist Keimzeit. Grippe und Erkältungskrankheiten haben Hochsaison. Die Hygienefachkräfte der Kath. St. Lukas Gesellschaft nehmen dies zum Anlass und laden zu einer Schulung in Sachen Händehygiene ans St. Rochus-Hospital ein.

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„Händedesinfektion ist das beste Mittel, um die Übertragung von grippalen und viralen Infekten zu verhindern“, sagt die zuständige Mitarbeiterin der Klinik, Silvia Ruhland. „Das hilft aber nur, wenn man es auch richtig macht. Auf die richtige Einreibetechnik kommt es an. Sonst überleben Keime in den schwerer zugänglichen Nischen zwischen den Fingern. Am Aktionstag zeigen wir den Besuchern mit Schwarzlicht, in welchen Ecken sich die Keime verstecken.“

Die Akzeptanz der überall im Krankenhaus präsenten Spender für Desinfektionsmittel hat in den letzten Jahren merklich zugenommen. Regelmäßig nutzten die Besucher sowohl bei der Ankunft als auch beim Verlassen des Hauses die Möglichkeit, sich und andere vor verschleppten Keimen zu schützen. Niemand kann und will sich heute noch damit herausreden, nicht Bescheid zu wissen. Das zeigt sich unter anderem beim Verbrauch von Desinfektionsmitteln, der ständig weiter zunimmt.

Die Schulung der Mitarbeiter in Hygienefragen gehört zu den Selbstverständlichkeiten im Krankenhausalltag. Auf jeder Station gibt es hygienebeauftragte Mitarbeiter. Spender sind allerorten verfügbar. Zusätzlich können die Mitarbeiter Kittelflaschen verwenden, die es ihnen erlauben, Händedesinfektionsmittel immer bei sich zu haben.

Die Hygienefachkräfte Frau Ruhland und Frau Kochanski freuen sich auf viele Teilnehmer an ihrem Aktionstag „Händedesinfektion – aber richtig“ Er findet am 24.10.2016 um 14:00 Uhr im Konferenzraum 2 des St. Rochus-Hospital statt.

Nach dem Motto „Vor dem Essen Hände waschen nicht vergessen!“ bekommt jeder, der mitmacht, Kaffee und Kuchen. Dabei zeigen wir mit Videos, wie Keime unsichtbar von Hand zu Hand und von Klinke zu Klinke wandern und sich unbemerkt verbreiten können.

Dr. med. Ralf Kötter

Schluckbeschwerden

(10.10.2016) „Viele Menschen kommen mit Schluckbeschwerden in die Klinik“, berichtet Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Es handelt sich um ein verbreitetes Beschwerdebild, das vielfältige Ursachen haben kann.“

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Die Ärzte der Klinik für Innere Medizin am Kirchlinder Krankenhaus verfügen über die diagnostischen Möglichkeiten und die nötige Erfahrung, um schnell und zielführend festzustellen, was im Einzelfall den reibungslosen Durchgang der Nahrung durch die Speiseröhre verhindert. Engstellen in Folge von Sodbrennen oder Tumorerkrankungen sind dabei eine naheliegende Behinderung, aber bei weitem nicht die einzige in Frage kommende Erkrankung.

Nicht selten leiden Patienten unter Funktionsstörungen. Das kann beispielsweise bedeuten, dass die Peristaltik der Speiseröhrenwand zu stark oder zu schwach ausgeprägt ist. Beides kann den Vortrieb in Richtung Magen erheblich erschweren oder gar unmöglich machen. In anderen Fällen wird die Passage durch eine Funktionsstörung des Schließmuskel blockiert, der am Ende der Speiseröhre das Aufsteigen von Magensäure verhindert.

„Wir schauen bei dem betroffenen Patienten den Schluckvorgang mit Kontrastmittel im Röntgen an. Zudem untersuchen wir endoskopisch, ob wir Veränderungen der Speiseröhre entdecken können“, sagt Dr. Kötter. „In diesem Zusammenhang werden oft auch gleich Gewebeproben entnommen, deren Analyse Hinweise auf äußerlich unauffällige Krankheitsbilder liefern können. Wenn dies nicht zu einem Ergebnis führt, erstellen wir mit einem hochempfindlichen Messgerät ein Profil des Druckaufbaus der Muskulatur in der Speiseröhre. So erhalten wir sehr genaue Informationen über Fehlfunktionen beim Schlucken.“

Oft reagieren die Menschen auf Schluckbeschwerden mit ausweichendem Verhalten. Sie passen ihre Essgewohnheiten an und kommen so eine Weile mit ihrem Problem zurecht. „Das ist aber keine gute Lösung“, betont Dr. Kötter. „Es gibt das Risiko einer ernsthaften Erkrankung, Je eher klar ist, woran der Patient leidet, desto besser kann ihm geholfen werden.“

Das Foto zeigt CA Dr. Michael Glaßmeyer.

Auch bei der Geburt ist die Frau selbstbestimmt!

(12.09.2016) „Wir bieten allen werdenden Müttern an, die Geburt nach ihren Vorstellungen zu gestalten“, sagt Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer vom St. Rochus-Hospital. „Dabei ist der Wunsch nach besonderen Formen der vaginalen Entbindung wie zum Beispiel einer Wassergeburt oder der Wunsch, auch bei Beckenendlage spontan zu entbinden, für uns ebenso selbstverständlich wie ein geplanter Kaiserschnitt.“

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Es ist eine Tatsache, dass die Kaiserschnittrate in Deutschland zwischen 1990 bis 2013 von 15 auf 30 Prozent gestiegen ist. Sie liegt damit klar über dem Limit von 15 Prozent, das nach Auffassung der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht überschritten werden sollte. Schaut man etwas genauer hin, stellt man fest, dass bei uns die Anzahl der geplanten Kaiserschnitte mittlerweile leicht zurückgeht. Dafür steigt die Anzahl der ungeplanten notfallmäßigen Kaiserschnitte mit ihren Risiken für Mutter und Kind an.

Diese Entwicklung erscheint in den Augen von Dr. Glaßmeyer eher problematisch. „Es scheint einen gesellschaftlichen Druck zu geben, auch unter Berufung auf die WHO, die nur die vaginale Entbindung für gerechtfertigt hält“, sagt er. „Obwohl nicht erkennbar ist, wie die WHO ihre Position begründet, werden Frauen, die sich nicht aus einem sofort ersichtlichen Grund für einen Kaiserschnitt entscheiden, mittlerweile diskreditiert. Ganz so, als sei die vaginale Geburt, die ja nicht immer ein positives Geburtserlebnis bietet, sondern auch ihre Risiken und ihre Beschwerlichkeit hat, das unabdingbare Maß aller Dinge.“

Es gibt klare medizinische Kriterien, die nach angemessener Risikoaufklärung einen geplanten Kaiserschnitt rechtfertigen. Dazu gehören zum Beispiel komplizierte Beckenendlagen, ein Mutterkuchen vor dem Geburtskanal oder höhergradige Mehrlingsgeburten. „Darüber hinaus gibt es Gründe, die in den Leitlinien und Lehrbüchern außer Acht gelassen werden“, betont Dr. Glaßmeyer. „Die Angst vor der vaginalen Entbindung oder eine schlechte Erfahrung bei vorausgehenden Geburten ist ebenso berechtigt wie der Wunsch nach einer natürlichen Geburt. Das Selbstbestimmungsrecht der Frau darf in diesem Fall nicht negativ bewertet werden. Sie alleine muss das Kind zur Welt bringen und sie bestimmt selbst, wie dies vonstattengehen soll.“

Die Klinik für Geburtshilfe veranstaltet regelmäßig Informationsabende zur Geburtsplanung. Dabei erfolgt auch eine Aufklärung über den geplanten Kaiserschnitt, der ja als operativer Baucheingriff durchaus mit Risiken behaftet ist. Bei der Geburtsplanung werden die individuellen Vorstellungen der Frau berücksichtigt. Dabei werden die Aufklärungsunterlagen ausgehändigt, die die Frauen zuhause in Ruhe lesen können. Beim Folgetermin werden noch offene Fragen besprochen. „Auch nach einem geplanten Kaiserschnitt ergreifen wir Maßnahmen die die frühzeitige Bindung zwischen Mutter und Kind sowie den Milcheinfluss unterstützen und stärken.“

Das Foto zeigt OA Dr. Thorsten Nitschke

Ventilstörung an der Kreislaufpumpe

(12.09.2016) „Herzklappen sind Ventile, deren Aufgabe es ist, dafür zu sorgen, dass der Blutstrom in der richtigen Richtung durch das Herz gepumpt wird“, sagt Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Im Laufe des Lebens unterliegen sie starken Belastungen. Fortgeschrittene Herzklappenerkrankungen mindern die Lebensqualität und reduzieren die Lebenserwartung.“

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Herzklappen, die nicht mehr ordentlich schließen, vermindern die Herzleistung. Bei einer Herzklappenverengung öffnet die Klappe nicht vollständig, das Herz muss das Blut unter Mehrarbeit durch die Herzklappe pressen. Ursachen sind Verschleißerscheinungen und Erkrankungen am Herzen, die langsam fortschreiten und kaum bemerkt werden, solange sie noch nicht sehr ausgeprägt sind. Wenn aber die Funktion der Herzklappe deutlich gestört ist, treten Beschwerden auf. Die Patienten leiden dann zunehmend unter Symptomen wie Luftnot bei Belastung, Schwellung der Beine, Herzrhythmusstörungen oder plötzlichen Schwächeanfällen bis hin zum vorübergehenden Bewusstseinsverlust.

„Die Symptome der Erkrankung hängen davon ab, inwieweit welche Herzklappe beeinträchtigt ist“, erklärt der Chefarzt der Inneren Medizin des Kirchlinder Krankenhauses. Am häufigsten treten Verengungen der Aortenklappe, der Herzklappe zwischen Hauptschlagader und linker Herzkammer, auf. Zweithäufigster Klappenfehler ist die Mitralklappeninsuffizienz. Hierbei handelt es sich um eine Undichtigkeit der Herzklappe zwischen linker Vor- und Hauptkammer, die oft auf einer Größenveränderung des Herzens beruht. „In jedem Fall“, so der Kardiologe, „geht es zunächst einmal darum, genau festzustellen, welche Art von Erkrankung vorliegt. Wenn wir dieses wissen, beraten wir gemeinsam mit dem Patienten, welche Behandlung in seinem Fall angemessen ist. In vielen Fällen hilft bereits eine medikamentöse Therapie. Manchmal lässt sich eine Operation oder eine Katheterbehandlung nicht vermeiden.“

Die Diagnose wird durch spezielle Untersuchungen des Patienten gestellt. Standardmethode ist die Echokardiographie, die Ultraschalluntersuchung des Herzens. Im Kath. Krankenhaus Dortmund-West kann zusätzlich eine Echokardiographie von innen, über die Speiseröhre, oder auch die funktionale Untersuchung des Herzen im Kernspintomographen (Herz-MRT) durchgeführt werden. „Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, um in der Regel in aller Ruhe die im Einzelfall erforderlichen Therapiemaßnahmen in die Wege zu leiten“, sagt Dr. Nitschke.

Das Foto zeigt Oberarzt Dr. Bernd Bauer

Hilfe für den verrückten Magen

(08.08.2016) Für die Nahrung gibt es nur einen Weg durch den Verdauungstrakt, der vom Mund durch die Speiseröhre in den Magen führt. Rückflusssperren verhindern beim gesunden Menschen, dass etwas gegen die Richtung aufsteigt. Deshalb ist Sodbrennen ein Hinweis auf Probleme mit dem Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen. Oft spielen dabei Organverlagerungen eine Rolle, zum Beispiel wenn Teile des Magens nach oben verschoben sind. Dann spielt der Magen „verrückt“.

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„Am St. Rochus-Hospital haben wir standardisierte Behandlungspfade für die Diagnose und die Therapie von krankhaften Rückflüssen der Magensäure“, berichtet der Antireflux-Spezialist Oberarzt Dr. Bernd Bauer von der Klinik für Chirurgie. „Zunächst untersuchen unsere Internisten, ob die Beschwerden medikamentös behandelt werden können. Sie schauen sich Speiseröhre und Magen mit dem Endoskop an und beurteilen gegebenenfalls die anatomische Situation im Röntgenbild.“

Das Zwerchfell trennt den Brustkorb mit Herz und Lunge von der darunterliegenden Bauchhöhle mit Magen und Gedärmen. Bevor sie in den Magen mündet, muss die Speiseröhre durch das Zwerchfell hindurchtreten. Hier befindet sich also naturgemäß eine Schwachstelle im Zwerchfellmuskel. Wenn dieser nachgibt oder gar reißt, können die oberen Teile des Magens mehr oder weniger stark in die Brusthöhle verschoben werden. Dadurch kann der Magen auf Lunge und Herz drücken, und der Verschluss zur Speiseröhre funktioniert nicht mehr richtig. Eine Folge ist Reflux – Magensäure steigt gegen die Richtung in die Speiseröhre auf. Auf Dauer besteht dadurch sogar das Risiko eines Speiseröhrenkrebses.

„Bei etwa fünf Prozent der Reflux-Patienten entsteht so eine riskante Situation, die medikamentös nicht mehr in den Griff zu bekommen ist“, sagt Dr. Bauer. „Dann müssen wir operieren und im Zuge des Eingriffs den Magen zurückverlegen, einen künstlichen Verschluss konstruieren und den Zwerchfelldurchtritt wieder verschließen. Wann immer möglich werden wir diesen Eingriff minimal-invasiv über eine Bauchspiegelung durchführen, um dem Patienten die stark belastendere Eröffnung der Bauchhöhle zu ersparen. Für diese Art der minimal-invasiven Operation sind wir bestens ausgerüstet“, versichert der Chirurg.

Das Bild zeigt den hygienebeauftragten Arzt des St. Rochus-Hospitals, Oberarzt Markus Witt.

Keine Chance für Keime

(18.07.2016) „Maßnahmen zur Hygiene im Krankenhaus verhindern die Ausbreitung von Problemkeimen“, versichert Chefarzt Dr. Bernhard van Boxem vom St. Rochus-Hospital. „Durch die konsequente Umsetzung der Hygienestandards haben wir im vergangenen Jahr unsere Intensivpatienten erfolgreich vor Krankenhausinfektionen geschützt.“

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Bei den gefürchteten multiresistenten Krankheitserregern handelt es sich eigentlich um ganz normale Bakterien, die in Unmengen die Haut, die Schleimhäute und den Darm des Menschen besiedeln. Die meisten sind völlig harmlos. Einige wenige können kranke oder geschwächte Patienten zum Beispiel über Wunden infizieren. In der Regel können diese Fälle mit Antibiotika gut behandelt werden. Das gilt leider nicht für die multiresistenten Bakterien, die mit den Standard-Antibiotika nicht bekämpft werden können. Ganz im Gegenteil, unter der normalen Antibiotika-Therapie sind sie sogar im Vorteil, weil alle anderen, nicht-resistenten Bakterien dezimiert werden.

„Die Problemkeime kommen mit den Patienten in die Krankenhäuser“, erklärt der hygienebeauftragte Arzt des St. Rochus-Hospitals, Oberarzt Markus Witt. „Daran können wir nichts ändern. Aber wir müssen dafür sorgen, dass Problemkeime sich nicht in der Klinik verbreiten und Infektionen verursachen können. Deshalb ist es wichtig, schon bei der Aufnahme mögliche Keimträger zu entdecken und von den anderen Patienten zu isolieren.“

Auf der Basis praktischer Erfahrungen empfiehlt das Robert-Koch-Institut bestimmte Risikopatienten auf Problemkeime zu untersuchen, wenn sie ins Krankenhaus kommen. Am St. Rochus-Hospital werden deshalb zum Beispiel alle Patienten, die in den letzten zwölf Monaten einen Krankenhausaufenthalt im Ausland hatten, auf multiresistente Erreger getestet. Auch Menschen, die ambulant beamtet werden, gehören zu den untersuchten Patientengruppen.

Im Monat werden so im Schnitt zehn Patienten gefunden, die Problemkeime mitbringen. Im Jahr betrifft dies etwa zwei Prozent von rund 5.000 Behandlungsfällen. Die betroffenen Patienten werden getrennt von den anderen Kranken untergebracht und erhalten besondere pflegerische Maßnahmen, um sie von den kritischen Keimen zu befreien.

„Die Isolierung ist nur eine Maßnahme von vielen, die verhindern, dass sich multiresistente Erreger verbreiten können“, sagt Oberarzt Markus Witt. „Darüber hinaus gilt es insbesondere, die Übertragung durch Patientenkontakte zu unterbinden. Hier ist Händehygiene im Umgang mit Schwerkranken mit Abstand die wichtigste Vorsichtsmaßnahme. Eine routinemäßige antiseptische Patientenwaschung, die konsequente Verwendung von Einmalmaterialien bei Behandlung und Körperpflege im Intensivbereich sind Teil unseres Maßnahmenbündels, mit dem wir eine Infektion durch Problemkeime auf der Intensivstation erfolgreich vermeiden. Das betrifft keineswegs nur Spritzen sondern beispielsweise auch pflegerische Gerätschaften und Hilfsmittel. Auch die Verminderung von Kontaktzeiten bei Wechselvorgängen an Schlauch- und Infusionssystemen, etwa beim Austausch von verbrauchten Infusionslösungen, trägt dazu bei, die Gefahr von Kontaminationen zu verringern.“

Das Foto zeigt CA Dr. Hinrich Böhner

Gallensteine - Zögern hat keinen Zweck

(04.07.2016) "Wenn die Gallenblase Beschwerden macht, dann muss sie entfernt werden", rät Chefarzt Dr. Hinrich Böhner vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. "Immer wieder stelle ich gerade in Dortmund fest, dass die Menschen zu lange warten und unnötige Komplikationen riskieren."

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Die Gallenblase speichert Sekrete der Leber, bevor sie bei Bedarf in den Dünndarm abgegeben werden. Die hochkonzentrierte Gallenflüssigkeit enthält Salze, die unter ungünstigen Umständen Kristalle bilden. Dabei entstehen die Gallensteine, die für Beschwerden und Schmerzen verantwortlich sind. Der Körper kann ohne Probleme auf die Gallenblase verzichten. Der Chirurg kann sie samt den Steinen über einen kleinen Bauchschnitt entfernen und so dem Patienten Beschwerdefreiheit verschaffen.

"Schwieriger wird es, wenn ältere Menschen kommen, die gesundheitlich nicht mehr so gut zurecht sind und Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose mitbringen", sagt Dr. Böhner. "All dies sind Umstände, die kompliziertere Befunde ergeben, die schwerer zu behandeln sind. Das wäre vermeidbar, wenn die Patienten gleich kämen, sobald sie Schmerzen haben."

Gallenbeschwerden werden nicht von alleine besser. Im Gegenteil, sie kommen wieder und werden schlimmer. "Wer sich zwei oder drei Jahre lang mit wiederkehrenden Schmerzen plagt, riskiert nur Komplikationen und verschiebt die Operation auf einen Zeitpunkt, an dem sie altersbedingt mit einer größeren Belastung einher geht", betont Dr. Böhner. "Umso jünger der Patient, desto unkomplizierter der Eingriff. Für jeden, der noch mehr als zwanzig Jahre seines Lebens vor sich hat, lohnt sich die Operation in jedem Fall."